Ladoo – die Süssigkeit Indiens

Wir stehen mitten in den Navaratri Festlichkeiten und Diwali, das grosse Lichterfest rückt langsam und stetig näher. Die runden Süssigkeiten Ladoo dürfen da keineswegs fehlen. Es gibt unzählige verschiedene Ladoo-Rezepte. Heute habe ich ein neues Rezept mit Erdnüssen ausprobiert. Die Variante soll etwas gesünder sein und mit seinen vielen Proteinen und Nüssen Kraft und Energie verleihen.

Hier das Rezept für Erdnuss-Kakao-Ladoo:

Zutaten:

  • ½ Tasse geröstete Erdnüsse
  • 2 TL gerösteter Gram Dal (Bekommt man beim Inder oder im Online-Handel)
  • ¾ TL Kakaopulver
  • ½ Tasse Jaggery-Pulver (Jaggery ist der unraffinierte und unbehandelte Zucker, der aus dem Zuckerrohr gewonnen wird. Jaggery bekommt ihr sicherlich beim Inder oder natürlich online über verschiedene Anbieter.)
  • 1 Kapsel grüner Kardamom oder etwas Kardamom-Pulver
  • 2 TL Haferflocken
  • 2 TL grob gehackte Mandeln
  • rund 1 EL Ghee (geklärte Butter)

Zubereitung:

  • Die Erdnüsse in einer Pfanne rösten und abkühlen lassen.
  • Die Mandeln grob hacken und zur Seite stellen.
  • In einem Mixer/Grinder ½ Tasse Erdnüsse, 2 TL gerösteter Gram Dal, ¾ TL Cacao-Pulver, ½ Tasse Jaggery, 1 grüne Kardamom-Kapsel oder etwas Kardamom-Pulver und 2 TL Haferflocken zu einem Pulver mahlen.
  • Nun die Mandeln und etwas Ghee beigeben und das Ganze gut vermengen.
  • Kleine Mengen zusammenpressen und zu kleinen Kugeln formen.

Aus den Zutaten ergeben sich ungefähr 12 Ladoo.

Eine weitere indische Süssigkeit, die bei uns zu Feiertagen nie fehlt, ist Payasam. Das Rezept findest du hier:

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2020/10/17/semiya-payasam-suesse-milch-nudeln/

Semiya Payasam – Süße Milch-Nudeln

Semiya Payasam oder Vermicelli Payasam ist eine einfache Payasam Variante, die schnell gemacht ist und immer gelingt.

An Festtagen kommen die süßen Milch-Nudeln bei uns eigentlich immer auf den Tisch, so habe ich sie auch heute zu Beginn von Navaratri gekocht. Mehr über Navaratri findest du hier:

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2018/10/14/navaratri-neun-naechte-fuer-die-goettinnen/

Zutaten:

  • ½ Becher Vermicelli Nudeln, Semiya Nudeln (Semiya ist Hartweizengrieß, die Nudeln sind sehr dünn.)
  • ¼ -½ Becher Zucker je nach gewünschter Süße
  • 15 Cashew-Nüsse halbiert
  • 1-2 EL Weinbeeren je nach Wunsch
  • 2-3 EL Sago (Kann auch weggelassen werden) Sago oder in Tamil Javvarisi sind weiße Perlen aus der Stärke der Sago-Palme, die sich zum Eindicken von Speisen eignen. Das Bindemittel ist rein pflanzlich.
  • 4 Becher Milch
  • Einige Safranfäden
  • ¼ – ½ TL Kardamom-Pulver
  • 2-3 EL Ghee

Zubereitung:

  • Wer Sago beifügen möchte, kann diese entweder einige Stunden in Wasser einweichen oder rund 10-15 Minuten in Wasser kochen.
Nach 10 Minuten kochen, werden die Perlen leicht durchsichtig.
  • 1-1 ½ EL Ghee in einer Pfanne erhitzen und die halbierten Cashew-Kerne darin rösten, bis sie leicht braun werden.
  • Nun die Weinbeeren dazugeben. Sie blasen sich unter der Hitze rund auf.
  • Die gerösteten Cashew-Kerne und die Weinbeeren zur Seite stellen. Wir brauchen sie erst am Schluss wieder zum Dekorieren.
  • Rund 1 EL Ghee erhitzen und die Semiya-Nudeln darin kurz rösten, sodass sie nicht braun werden.
  • 4 Becher Milch dazugeben und das Ganze unter kleiner bis mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Immer wieder gut umrühren, damit nichts anbrennt. Wer Sago dazugeben möchte, kann dies nun tun.
  • Das Ganze weiter kochen und weiterrühren, bis die Nudeln ganz gekocht sind.
  • ¼ bis ½ Becher Zucker zugeben. Weiterrühren und auf kleiner Hitze köcheln lassen, bis das Semiya Payasam langsam eindickt. Dies dauert rund 5-10 Minuten.
  • ¼ bis ½ TL Kardamom-Pulver zugeben und wer mag etwas Safran. Kurz köcheln lassen und vom Herd nehmen.
  • Beim Abkühlen wird das Semiya Payasam noch weiter eindicken.
  • Mit den gerösteten Nüssen und Weinbeeren verzieren und am besten noch leicht warm servieren.

Einen guten Appetit!

Süsses für Lord Ganesha

Große Ganesha-Figur an Vinayaka Chaturthi (Ganeshas Geburtstag)

Morgen feiert der Elefantengott Ganesha seinen Geburtstag. Ganesha Chaturthi ist in ganz Indien ein bedeutsamer Feiertag. Da Lord Ganesha gerne Süsses mag, wird er an diesem Tag mit seinen Lieblingssüßigkeiten Modak, in Tamil Kozhukattai verwöhnt. Modak sind eine Art Dumpling. Eine leckere, süße Nussfüllung mit wird von einen Teig aus Reismehl umhüllt.

Gerne teile ich unser Rezept mit euch.

Zutaten:

  • 200 g frische Kokosnuss gerieben
  • 100-150 g Jaggery Powder (Unraffinierter Zucker vom Zuckerrohr)
  • Ghee
  • 1 EL Mohnsamen (kann auch weggelassen werden)
  • 1 TL Kardamom Pulver
  • Etwas Muskatnuss
  • Safran (wer mag)
  • 1 Tasse Reis mehl (150 g)
  • Wasser

Zubereitung:

Füllung:

  • 1 TL Ghee in einer Pfanne erhitzen
  • 1 EL Mohnsamen auf mittlerer Hitze rösten
  • 200 g geriebene frische Kokosnuss dazugeben und kurz anrösten
  • 100-150 g Jaggery dazugeben und mischen.
  • Alles auf mittlerer Hitze köcheln lassen, sodass die Kokosraspeln etwas Feuchtigkeit verlieren.
  • 1TL Kardamom-Pulver und etwas Muskatnuss dazugeben. Kurz mit kochen.
  • Die Füllung auf die Seite stellen und abkühlen lassen.

Teig:

  • Eine Tasse Wasser in einer Pfanne mit 1 EL Ghee und einer Prise Salz zum Kochen bringen.
  • Die Herdplatte abstellen und 1 Tasse Reismehl dazugeben und gut mischen.
  • Rund 5 Minuten zugedeckt stehen lassen.
  • Nun den Teig kneten. Achtung kann noch etwas heiß sein! Es sollte ein weicher Teig entstehen.
  • Rund 10-12 kleine Bälle formen.
  • Die Modak formen.
  1. Die Modak können verschieden geformt werden. Das Einfachste ist, die Kugel flach zu drücken und einen möglichst runden Kreis zu formen. Nun ca. 1 TL Füllung in die Mitte geben und das Ganze zu einem Halbmond schließen.
  2. Oder die Kugel flach drücken, zu einem kreisrunden „Schälchen“ formen, sodass die äußeren Enden etwas dünner sind. In die Mitte rund 1 TL Füllung geben. Am besten geht es meiner Meinung nach, wenn man die Füllung zu einer kleinen Kugel formt. Die äußeren Enden vorsichtig zusammennehmen und in einer Spitze verschließen.
  3. Eine etwas schwierigere Art: Kugel flach drücken, zu einem kreisrunden „Schälchen“ formen. Nun regelmäßige „Kanten“ an der Außenseite reindrücken und vorsichtig zusammenschließen, sodass die Kanten oben zusammenkommen.
  4. Es gibt auch Modak-Formen. In die man den Teig einfüllen kann. Ich habe mit dem Mehl zusammen noch eine Plastikform geschenkt bekommen und diese ausprobiert, war aber nicht wirklich begeistert vom Ergebnis.
Zu 1: Halbrund

Zu 2: im Spitz zulaufend
Zu 3: Kanten formen
Zu Nummer 3
Zu 4: mit Form
  • Nun die Dumplings mit einem Dampfsiebeinsatz 15 Minuten dämpfen. Ich brauche dazu jeweils meinen Idly-Cooker.
  • Wer mag, kann noch einige Safranfäden drüberstreuen, dies ergibt einen feinen Safrangeschmack und einen kleinen Farbtupfer.

Happy Ganesh Chaturthi!

Mehr zu Lord Ganeshas Geburtstag erfährst du hier:

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2018/09/13/happy-vinayaka-chaturthi/