Ladoo – die Süssigkeit Indiens

Wir stehen mitten in den Navaratri Festlichkeiten und Diwali, das grosse Lichterfest rückt langsam und stetig näher. Die runden Süssigkeiten Ladoo dürfen da keineswegs fehlen. Es gibt unzählige verschiedene Ladoo-Rezepte. Heute habe ich ein neues Rezept mit Erdnüssen ausprobiert. Die Variante soll etwas gesünder sein und mit seinen vielen Proteinen und Nüssen Kraft und Energie verleihen.

Hier das Rezept für Erdnuss-Kakao-Ladoo:

Zutaten:

  • ½ Tasse geröstete Erdnüsse
  • 2 TL gerösteter Gram Dal (Bekommt man beim Inder oder im Online-Handel)
  • ¾ TL Kakaopulver
  • ½ Tasse Jaggery-Pulver (Jaggery ist der unraffinierte und unbehandelte Zucker, der aus dem Zuckerrohr gewonnen wird. Jaggery bekommt ihr sicherlich beim Inder oder natürlich online über verschiedene Anbieter.)
  • 1 Kapsel grüner Kardamom oder etwas Kardamom-Pulver
  • 2 TL Haferflocken
  • 2 TL grob gehackte Mandeln
  • rund 1 EL Ghee (geklärte Butter)

Zubereitung:

  • Die Erdnüsse in einer Pfanne rösten und abkühlen lassen.
  • Die Mandeln grob hacken und zur Seite stellen.
  • In einem Mixer/Grinder ½ Tasse Erdnüsse, 2 TL gerösteter Gram Dal, ¾ TL Cacao-Pulver, ½ Tasse Jaggery, 1 grüne Kardamom-Kapsel oder etwas Kardamom-Pulver und 2 TL Haferflocken zu einem Pulver mahlen.
  • Nun die Mandeln und etwas Ghee beigeben und das Ganze gut vermengen.
  • Kleine Mengen zusammenpressen und zu kleinen Kugeln formen.

Aus den Zutaten ergeben sich ungefähr 12 Ladoo.

Du magst Kokosnuss? Dann wären vielleicht Kokos-Ladoo das Richtige:

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2021/01/24/kokos-ladoo/

Eine weitere indische Süssigkeit, die bei uns zu Feiertagen nie fehlt, ist Payasam. Das Rezept findest du hier:

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2020/10/17/semiya-payasam-suesse-milch-nudeln/

Von Schwester zu Bruder – Rakhi-Purmina

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Heute ist Rakhi-Purnima oder auch Raksha Bandhan, ein hinduistischer Feiertag, der vor allem im Norden Indiens bekannt ist. Das Fest richtet sich nach dem Mond und findet immer im Monat Shravana, dem fünften Monat des hinduistischen Jahres, bei Vollmond statt. Es ist das Fest der geschwisterlichen Verbindung. Als Zeichen ihrer Liebe bindet die Schwester ein Rakhi-Band, das zuvor vor dem Hausaltar gesegnet wurde, ums Handgelenk des Bruders. Er dagegen überreicht daraufhin ein kleines Geschenk oder Geld und verspricht seinen Beistand und Hilfe.

Auch Cousins und Freunde können auf diese Weise beehrt werden. Durch das Ritual werden sie zu Rakhi-Bruder und Schwester und sind zu gegenseitiger Hilfe und Unterstützung verpflichtet. Das Rakhi-Band ist ein Symbol der Reinheit und schliesst eine Liebesbeziehung aus. Manche Frauen und junge Mädchen setzen das Band auch als Zeichen ein, wenn sie eine Freundschaft bewahren und erhalten, aber keine Liebesbeziehung eingehen möchten.

In Tamil Nadu merkt man kaum etwas von diesem Fest. Wenn unser Sohn Suriyan nicht jedes Jahr von seiner „Schwester“ oder „Sis“, wie er zu sagen pflegt mit einem Rakhi-Band beehrt würde, dann würde dieser Feiertag sang und klanglos an mir vorbei ziehen. Die beiden gehen in die gleiche Klasse und es verbindet sie tatsächlich mehr als Freundschaft. Sie sind eben Sis und Bro ;-)!

Als Suriyan das Rakhi-Band zum ersten Mal erhielt, sprach Prabhu lange mit ihm darüber, was dies bedeutet und dass er mit der Annahme des Rakhi-Bandes auch Pflichten eingeht. Es ist nicht einfach ein Freundschaftsband, sondern eben ein Band, das zu gegenseitiger Liebe, Schutz und Unterstützung verpflichtet.