Elefantenfuß-Yam

Verschiedene Yam-Wurzeln spielen eine wichtige Rolle in der südindischen Küche. Viele dieser Knollen habe ich erst hier in Indien zum ersten Mal gesehen und natürlich auch gegessen.

Ein sehr beeindruckendes Exemplar ist der Elefantenfuß, auf Tamil „Karunai Kizhangu“ oder auf Hindi „Suran“. Die riesigen, erdigbraunen Wurzelknollen erreichen fast Fußballgröße. Bei uns kommt Elefantenfuß recht oft auf den Tisch, entweder gebraten oder als Kuzhambu (scharfes Curry).

Elefanenfuss-Yam- riesige Knollen!

Roh ist die Knolle leicht giftig. Um die Alkaloide zu entfernen, die Juckreiz im Hals verursachen können, muss das Gemüse gut in Salzwasser gekocht werden. Mein Schwiegervater gibt auch immer Kurkuma dazu.

Die Yam-Art enthält Kohlenhydrate, Eiweiß, Vitamine, Antioxidantien, Mineralien und Ballaststoffe. Man kann die Wurzel hervorragend als Fleischersatz einsetzen. Da sie reich an Ballaststoffen ist, fördert sie die Verdauung. Auch für das Herz scheint das Elefantenfuß-Yam Vorteile zu haben. Es soll gegen hohen Blutdruck helfen und offenbar sogar Anti-Aging-Eigenschaften besitzen.

Hier unser Rezept für gebratenes Elefantenfuß-Yam:

Zutaten:

  • Elefantenfuss-Yam
  • Chilipulver-Mischung (Unsere Chilipulver-Mischung wird aus folgenden Zutaten gemahlen: 200 g rote Chilis, 100 g Toor-Dal frittiert, frittierte Korianderblätter, 400 g Koriandersamen und eine Handvoll Pfefferkörner)
  • Salz
  • Tamarinde
  • Senfsamen, Kumin und gesplitteter Urad-Dal
  • 7-10 Curryblätter

Zubereitung:

  • Elefantenfuß-Yam rüsten und in ungefähr gleichgroße mundgerechte Stücke schneiden.
  • Die Stücke in Salzwasser und etwas Kurkuma rund 15 Minuten kochen.
  • Eine Marinade mit der Chili-Gewürzmischung, Salz und Tamarinde vorbereiten. Dazu die Tamarinde in etwas Wasser einlegen, mit der Hand vermischen und danach das filtrierte Wasser in eine Schüssel geben. 1-1,5 EL Chili-Gewürzmischung, ½ TL Kurkuma und ½-1 TL Salz dazugeben und gut rühren.
Tamarinde in warmem Wasser einweichen
Gut mit dem Wasser vermengen und das filtrierte Tamarind-Wasser zugeben.
Mit Gewürzen und Salz gut mischen.
  • Die gekochten Stücke für 5-10 Minuten in die Marinade geben und gut rühren, sodass alle Stücke mit Marinade bedeckt sind.
  • In einer Bratpfanne 2 EL Öl erhitzen. ½ TL Senfsamen, ½ TL kleiner gesplitteter Urad-Dal und ½ TL Kumin (Kreuzkümmel) dazugeben und frittieren, bis die Senfsamen springen. Nun die Yam-Stücke und Curryblätter mit der Marinade dazugeben und auf kleiner bis mittlerer Stufe anbraten, bis sie schön dunkelbraun werden.
Mohnsamen, Urad Dal Split und Kumin
Fertig!

Einen guten Appetit!

Chana-Masala (Kichererbsen-Curry)

Heute hat der 63. Tag im indischen Lockdown angefangen. Die Covid-19-Fälle steigen in Indien weiterhin an und immer noch sind Tausende von Wanderarbeiter unterwegs. Leider hat auch Chennai täglich steigende Fallzahlen, und so ist es bei uns kaum zu Lockerungen gekommen. Die letzten Tage waren sehr heiß. Wir hatten Temperaturen über 40 Grad. Viele Bundesstaaten in Süd-, Zentral- und Nordindien leiden unter einer Hitzewelle.

Um mich etwas zu beschäftigen, probiere in der Küche immer wieder Neues aus. Am Wochenende habe ich Chana Masala, ein Kichererbsen-Curry nach einem Rezept von einer indischen Freundin ausprobiert. Da es uns sehr gut geschmeckt hat, teile ich das Rezept gerne mit euch.

Noch ein kleiner Hinweis zu den Rezepten auf meinem Blog. In unserer Familie essen wir sehr scharf und meine Gerichte sind nicht europäisch angepasst, sondern authentisch aus der indischen Küche. Da Schärfe oft nicht vertragen wird, werden in indischen Restaurants im Westen oft Kompromisse eingegangen. Wenn eure Zungen es auch nicht zu scharf mögen, reduziert die Chilis und das Chilipulver und tastet euch langsam heran.

Zutaten:

  • 1 ½ Tasse getrocknete Kichererbsen
  • 3 Tomaten (klein geschnitten)
  • 2 Zwiebeln (klein geschnitten)
  • 3-5 grüne Chilis (der Länge nach halbiert)
  • 3 TL Kumin (Kreuzkümmel)
  • 1 TL Ingwer-Paste
  • 1 TL Knoblauch-Paste
  • 1 TL Chilipulver
  • 1 TL Kurkuma (Gelbwurz)
  • 3 EL Korianderpulver
  • 1 TL Bockshornkleeblätter (Kasuri Methi)
  • 1- 1 ½ Tassen Wasser
  • 1 EL Öl oder Ghee (geklärte Butter)
  • Salz nach Belieben
  • Ev. 1 EL Tomaten Ketchup

Zubereitung:

Frühmorgens oder über Nacht:

Die trockenen Kichererbsen waschen und mindestens 8 Stunden zugedeckt in Wasser einweichen. Die Größe der Erbsen wird sich verdoppeln, daher darauf achten, dass ihr genügend Wasser dazugebt. Ich mache dies meistens über Nacht. Danach das Wasser abschütten und die Kichererbsen in einem Dampfkochtopf oder einem Kochtopf weichkochen. Dabei kein Salz zugeben. Als schnelle Variante gehen natürlich auch bereits gekochte Kichererbsen aus der Dose.

1. 1 EL Öl oder Ghee in einer Pfanne erhitzen. 3 TL Kumin dazugeben und kurz anrösten. Danach die Zwiebeln dazugeben und anrösten, bis sie leicht braun werden.

2. 1 TL Ingwer-Paste, 1 TL Knoblauch-Paste und die grünen Chilis dazugeben. Andünsten bis der frische Knoblauchgeruch verschwindet.

3. 3 Tassen gekochte Kichererbsen dazugeben und gut mit den Zwiebeln und den Gewürzen vermengen.

4. 1 TL Chilipulver, 1 TL Kurkuma, 3 EL Korianderpulver und rund 1 ½ TL Salz zugeben und gut umrühren. Das Ganze 5 Minuten auf niedriger Stufe köcheln lassen und zwischendurch umrühren.

5. 3 klein geschnittene Tomaten dazugeben und rund 5 Minuten köcheln lassen. Wer mag kann auch einen EL Tomatenketchup dazugeben. Meine Freundin aus Rajasthan macht dies.

6. 1 – 1 ½ Tassen Wasser zugeben und zum Kochen bringen und danach 1 TL Bockshornkleeblätter (Kasuri Methi) dazugeben.

7. Auf mittlerer Stufe kochen lassen, bis das Kichererbsen-Curry etwas eindickt.

8. Am Schluss mit frischen Korianderblättern garnieren und zu Reis oder indischen Broten servieren.

Einen guten Appetit!

Chana-Masala passt auch sehr gut zu Poori. Das Rezept dafür findest du hier:

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2020/05/21/poori-frittierte-indische-brote/

Karotten Poriyal – indisches Karotten-Gemüse

Zutaten:

    4-5 Karotten in Stäbchen geschnitten
    Etwas Öl
    2 Zwiebeln klein geschnitten
    1 Stück Ingwer klein geschnitten
    1-3 grüne Chilis
    einige Curryblätter
    Frische Korianderblätter
    1/2 TL Senfsamen
    1/2 TL Kumin (Kreuzkümmel)
    1/2 TL gesplitterter Urad-Dal
    Salz nach Belieben
    1 TL Kurkuma (Gelbwurz)
    2 -3 EL gerösteter Gram-Dal (im Mixer zu Pulver gemahlt) oder geriebene Kokosraspel

Zubereitung:

1. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und 1/2 TL Senfsamen, 1/2 TL Kumin und 1/2 TL gesplitterter Urad-Dal frittieren bis die Senfsamen springen.

2. Die Zwiebeln, die grünen Chilis, den Ingwer und einige Curryblätter dazugeben und mitdämpfen.

3. Die Karotten zugeben und kurz mitdämpfen. Salz und rund 1 TL Kurkuma dazugeben.

4. Wenig Wasser beifügen und die Karotten rund 10 – 15 Minuten köcheln lassen bis das Wasser verdunstet ist.

5. 2 – 3 EL Gram-Dal-Pulver oder geriebene Kokosraspel dazugeben.

Mit frischem Koriander servieren.

Guten Appetit!

Masala Dosai – ich liebe es!

 

Ich glaube, bei einer Schweizerin kann man mit Kartoffeln nichts falsch machen. So ist es auf jeden Fall bei mir. Kartoffeln in jeder Form sind immer willkommen. Sind sie zusätzlich mit einem leckeren Dosai umhüllt, schwebe ich auf Wolke 7! Masala Dosai gehört eindeutig zu meinen Favoriten in der südindischen Küche.

Gerne teile ich mit euch mein Rezept:

Zutaten:

3-4 gekochte Kartoffeln in Stücke geschnitten
2-3 Zwiebeln längs geschnitten
1-2 grüne Chilis klein geschnitten
1 kleines Stück Ingwer klein geschnitten
1-3 rote getrocknete Chilis in Stücke
Einige Curryblätter
¼ TL Senfsamen
¼ TL Kumin (Kreuzkümmel)
¼ gesplitteter Urad-Dhal
Einige Prisen Asafötida (Hing)
½ TL Kurkuma
Salz
Rund 1 TL Urad-Dhal ganz
Rund 1 TL Bengal-Dhal
Eventuell grüne Erbsen
Eventuell frischer Koriander zum Abschmecken
Eventuell etwas Butter oder Ghee (geklärte Butter)

Zubereitung:

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1. 3-4 Kartoffeln kochen und auf die Seite stellen.

2. Etwas Öl in die Pfanne geben. Wenn es heiß ist, ¼ TL Senfsamen, ¼ TL Kumin und ¼ TL gesplitteter Urad-Dhal zugeben und frittieren bis die Senfsamen springen.

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3. Die roten Chilis 1TL Bengal-Dhal und 1 TL Urad-Dhal zugeben.

Urad Dhal und Bengal Dhal zugegen

4. Den Ingwer, die grünen Chilis und die Curryblätter dazugeben.

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5. Die geschnittenen Zwiebeln und eventuell die grünen Erbsen dazugeben.

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6. Wenn die Zwiebeln weich geworden sind, die Kartoffeln dazugeben. Mit Salz, Kurkuma und eventuell etwas Hing würzen, mischen und danach die Kartoffeln mit einer Gabel leicht zerdrücken. Ein wenig Wasser dazugeben und das Ganze kurz köcheln lassen. Manche geben am Schluss noch ein Stück Butter oder Ghee hinzu.

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Die Kartoffel-Füllung in die Mitte vom Dosai geben, zuklappen und servieren.
Dazu passen diverse Chutneys oder Sambar.

Einen guten Appetit!

Masala Dosai

Das Rezept für Sambar findest du hier:

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2019/01/10/sambar-die-gemuese-sauce-in-der-tamilischen-kueche/

Rezepte für Chutneys:

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2018/11/21/erdnuss-chutney/

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2019/07/08/tomaten-chutney/

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2019/01/19/kokosnuss-chutney/

Dosai- Teig selber machen:

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2019/03/29/homemade-idly-oder-dosai-teig/

Bohnen-Gemüse – Beans Poriyal

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Grüne Bohnen mag ich, egal wie sie gekocht sind, eigentlich immer. Nur mit den Dörrbohnen, die meine Mutter manchmal im Winter gekocht hatte, konnte ich mich nie anfreunden. Auch hier in Indien mag ich Bohnen-Gemüse sehr.

Hier unser Rezept für Bohnen-Poriyal:

Zutaten:

  • 1-2 Zwiebeln klein geschnitten
  • 1-2 grüne Chilis klein geschnitten und halbiert
  • 1 fingergrosses Stück Ingwer klein geschnitten
  • ¼ kg grüne Bohnen klein geschnitten
  • ½ Tasse Bengal-Dhal gekocht oder frische Kokosraspeln
  • Salz
  • ½ TL Kurkuma (Gelbwurz)
  • ½ TL Senfsamen
  • ½ TL Kumin (Kreuzkümmel)
  • ½ TL kleiner gesplitteter Urad-Dhal
  • Etwas Öl
  • Einige Curryblätter
  • Ev. Frische Korianderblätter

 

Zubereitung:

1. Im Dampfkochtopf 1/2 Tasse Bengal-Dhal kochen und auf die Seite stellen.

2. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und ½ TL Senfsamen, ½ TL Kumin und ½ TL kleiner gesplitteter Urad-Dhal frittieren bis die Senfsamen springen.

Senfsamen, Kumin und kleiner Dhal zugeben

3. Die Zwiebeln, die grünen Chilis, den Ingwer und einige Curryblätter dazugeben und andämpfen.

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4. Die Bohnen kurz mitdämpfen, genügend Salz und rund ½ TL Kurkuma dazugeben.

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5. Wenig Wasser dazugeben und die Bohnen rund 10-15 Minuten köcheln lassen bis das Wasser verdunstet ist.

6. Den gekochten Bengal-Dhal dazugeben und mit frischen Korianderblättern garnieren. Anstelle des Bengal-Dhals können auch frische Kokosraspel verwendet werden.

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Einen guten Appetit!

 

Upma – schnell gekocht und lecker

Upma setzt sich zusammen aus dem Tamilischen Uppu (Salz) und Maavu (Mehl). Das schnelle Gericht wird als Frühstück oder auch als Nachtessen gekocht. Da es wirklich schnell zubereitet ist, kommt es bei mir oft auf den Tisch.

upma zutaten

Zutaten:

  • 1 Tasse Semolina (Sooji, Rawa, Hartweizegriess)
  • ½ TL Senfkörner
  • ½ TL Kumin (Kreuzkümmel)
  • Etwas Urad-Dhal oder Bengal-Dhal
  • Ev. einige Erdnüsse
  • Ev. Asafötida
  • 1 fingergrosses Stück Ingwer klein geschnitten
  • 1 Zwiebel klein geschnitten
  • 1-3 grüne Chilis klein geschnitten
  • Einige Curryblätter
  • 1 Tomate klein geschnitten
  • Ev. Erbsen

Zubereitung:

  1. Eine Tasse Hartweizengriess in einer Bratpfanne kurz anrösten und zur Seite stellen. (Wenn ich hier in Indien Double roasted Sooji kaufe, fällt dieser Schritt weg)


2. Etwas Öl in die Pfanne geben und ½ TL Senfkörner, ½ TL Kumin und etwas Urad- oder Bengal-Dhal kurz frittieren. Ev. zwei Prisen Asafötida dazugeben. Wer mag, kann auch noch einige Erdnüsse dazugeben.

Senfkoerner und co

3. Den Ingwer, die grünen Chilis, die Zwiebel und die Curryblätter dazugeben und andämpfen.

Ingwer und CO zugeben

4. Die Tomate und ev. einige Erbsen dazugeben und dämpfen.

5. Rund 2 ½ Tassen Wasser dazugeben, salzen und rund 5 Minuten leicht köcheln lassen, sodass die Tomaten und Erbsen gekocht sind.

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6. Den Hartweizengriess langsam einrühren, kurz aufkochen lassen, zudecken und die Temperatur auf die Mittelstufe zurückstellen. Nach rund 3 Minuten abstellen. Kurze Zeit ziehenlassen und servieren.

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Upma passt gut zu diversen Chutneys und Sambar. Mein Mann mag es auch mit einer Banane und etwas Zucker.

Guten Appetit!

Upma fertig

Das Sambar Rezept findest du hier:

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2019/01/10/sambar-die-gemuese-sauce-in-der-tamilischen-kueche/

Diverse Chutneys findest du hier:

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2019/07/08/tomaten-chutney/

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2018/11/21/erdnuss-chutney/

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2019/01/19/kokosnuss-chutney/

Eier-Dosai

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Meine indische Familie ist strikt vegetarisch. Ich habe damit kein Problem, denn ich lebte bereits bevor ich meinen Liebsten kennenlernte, lange Jahre ohne Fleisch.

Nur bei den Eiern sind wir nicht auf der gleichen Wellenlänge. Unser Sohn und ich mögen nämlich ab und zu ein Hühnerei. Solange die Eier in Biskuits oder Kuchen versteckt sind, stört sich auch mein Mann nicht daran. Meine Schwiegereltern hingegen essen gar keine Eier und finden dies eklig. Unter dem Motto, „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß,“ verstecke ich die Eier immer etwas, wenn ich sie in unsere Wohnung in den ersten Stock trage.

Mit dem Kochen ist es bei uns nicht einfach. Mein Mann mag fast ausschließlich nur südindisches Essen und unser Sohnemann steht praktisch nur auf Continental Food. Ich hingegen bin essenstechnisch eine unkomplizierte Frohnatur, d. h. ich bin glücklich, wenn es etwas zu essen gibt.

Suriyan mäkelt meistens, wenn es südindisches Essen gibt. Jetzt habe ich aber etwas gefunden, das auch ihm schmeckt. Eier-Dosai!

Hier mein Rezept:

Zutaten:

  • Dosai-Teig
  • Zwiebeln
  • Eier
  • Salz
  • Tomaten-Chutney oder Tomatensauce
  • Ev. Frischer Koriander

Zubereitung:

  1. Eine Zwiebel klein schneiden und mit einem aufgeschlagenen Ei und wenig Salz vermengen.

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2. Den Dosai-Teig in einer heißen, geölten und flachen Pfanne mit einer Kelle kreisförmig ausbreiten. Ich mache die Dosai immer auf der höchsten Temperaturstufe. Wenn sich leicht hellbraune Stellen zeigen, 1 – 2 EL Tomaten-Chutney oder die Tomatensauce darauf verteilen.

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3. Danach das verquirlte Ei mit den Zwiebeln auf dem Dosai verteilen. Die Temperatur leicht zurückstellen und warten bis das Ei etwas fest wird. Wer mag, kann auch noch etwas frischen Koriander darüber streuen.

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4. Das Dosai sorgfältig auf die andere Seite wenden und kurz anbraten.

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5. Mit Sambar oder Chutney servieren.

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Einen guten Appetit!

Das Rezept für Tomaten-Chutney findest du hier:

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2019/07/08/tomaten-chutney/

Das Rezept für Dosai-Teig:

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2019/03/29/homemade-idly-oder-dosai-teig/

Ladiesfinger Poriyal

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Ladiesfinger kommen bei uns oft auf den Tisch. Wir kochen Sambar, Kuzhambu oder wie heute Poriyal. Die ganze Familie mag die grünen Okra-Schoten. Das Gemüse, das optisch wirklich an Finger erinnert, ist sehr gesund und enthält viel Kalium, Folsäure, Vitamin B und C, Kalzium und Ballaststoffe.

Man sollte darauf achten, dass man nicht zu große Stücke schneidet, da sich in den Schoten gerne Insekten einnisten. Um sicher zu sein, dass unser Essen vegetarisch bleibt, kontrolliere ich die Stücke nach jedem Schnitt. Viele mögen Okra nicht gerne, weil sie schleimig sind. Bratet man die Ladysfinger jedoch vor dem Kochen in wenig Öl an, sondern die Schoten den Schleim ab und sie landen schleimfrei auf dem Teller. Vielleicht werden so auch Okra-Verächter auf den Geschmack kommen.
Unser Rezept für Ladiesfinger Poriyal:

Zutaten: Rund ¼ kg Ladysfinger (Okra), 3 Zwiebeln, einige Curryblätter, einige frische Korianderblätter, ½ TL Senfsamen, ½ TL Kumin (Kreuzkümmel), ½ TL kleiner gesplitteter Urad-Dhal, Salz, Tamarinde, ½ TL Gelbwurz, einige Prisen Asafoetida (Hing), 2-3 EL Chili-Gewürzmischung (unsere Mischung bereiten wir immer selber zu und lassen die Zutaten mahlen. Sie besteht aus: 2 Teilen roten Chilischoten, 1 Teil frittierter Toor-Dhal, 4 Teile Koriandersamen, 1/2 Teil schwarze Pfefferkörner, getrocknete Curry- und Korianderblätter)

Zubereitung:

  1. Die Okra in nicht zu große Stücke schneiden und in wenig Öl gut anbraten und auf die Seite stellen.

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2. In etwas Öl ½ TL Senfsamen, ½ TL Kumin und ½ TL kleiner gesplitteter Urad-Dhal frittieren, bis die Senfsamen springen. Danach die geschnittenen Zwiebeln dazugeben und gut andünsten.

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3. Die angebratenen Okra-Schoten und die Gewürze zugeben. Hier die ungefähren Angaben: ½ TL Gelbwurz, rund 1 TL Salz, 1-3 EL Chili-Gewürzmischung (je nach gewünschter Schärfe), einige Prisen Asafoedita und einige Curryblätter. In etwas Wasser ein Stück Tamarinde einweichen, mit der Hand vermengen und filtern, sodass nur das Tamarind-Wasser in den Kochtopf kommt.

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4. Etwas Wasser dazugeben, sodass die Okra-Schoten knapp gedeckt sind und köcheln lassen bis das Wasser fast gänzlich verdunstet ist.

5. Wer es gerne mag, kann das Gericht mit frischen Korianderblättern abschmecken und servieren.

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Guten Appetit!

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  Unser Mittagessen heute: Reis mit Bottlegourd Kootu, Paruppu Thogayal und Ladiesfinger Poriyal

Gebratene Taro-Wurzeln

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Bei uns kommen regelmäßig verschiedene Knollengewächse auf den Tisch, die mir vor meiner Auswanderung nach Indien gänzlich unbekannt waren. Eine davon ist die Taro-Root oder auf Deutsch die Wasserbrotwurzel. Die Taro-Pflanze ist eine einheimische Pflanze aus Südostasien und Indien. In der Zwischenzeit wird sie jedoch in vielen tropischen Regionen der Welt angebaut.

Ich nenne die kleinen braunen Knollen auch Schleimkartoffeln, denn wenn man sie kocht, werden sie leicht schleimig. Meistens braten wir sie in der Pfanne, denn so schmecken sie uns am besten. Die Taro-Roots sind sehr gesund und gut für die Verdauung. Sie sind reich an Vitaminen A, C, E, B6 und Folsäure.

Hier unser Rezept für die gesunden Taro-Wurzeln:

Zutaten:

  • Taro-Wurzeln
  • Chilipulver-Mischung (Unsere Chilipulver-Mischung wird aus folgenden Zutaten gemahlen: 200 g rote Chilis, 100 g Toor-Dal frittiert, frittierte Korianderblätter, 400 g Koriandersamen und eine Handvoll Pfefferkörner)
  • Salz
  • Tamarinde
  • Senfsamen, Kumin und gesplitteter Urad-Dal

Zubereitung:

1. Die Tarowurzeln waschen und in genügend Wasser ca. 15 Minuten kochen.

2. Eine Marinade mit einer Chilipulver-Mischung, Salz und Tamarinde vorbereiten. Die Tamarinde in etwas Wasser einlegen, mit der Hand vermischen und danach das filtrierte Wasser dem Chilipulver und dem Salz beigeben.

Chili mit Salz

 

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Tamarinde 2

Marinade

3. Die abgekühlten Taro-Wurzeln schälen und in gleichgroße Stücke schneiden.

Taro schaelen

4. Die Knollen mit der Marinade mischen und kurz ziehenlassen.

Taro in Marinade

5. Etwas Öl in einer Bratpfanne erhitzen. ½ TL Senfsamen, ½ TL kleiner gesplitteter Urad-Dal und ½ TL Kumin dazugeben. Wenn die Senfsamen gesprungen sind, die Knollen mit der Marinade in die Pfanne geben und etwa 15-20 Minuten auf kleiner bis mittlerer Stufe anbraten.

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Einen guten Appetit!