Amla – die indische Wunderwaffe

Amla Früchte

Sie sehen unscheinbar, fast bescheiden aus in ihrem hellgrünen, kugelrunden Look. Doch der Schein trügt. Die Amla, die indische Stachelbeere, hat achtmal so viel Vitamin C wie eine Orange und zweimal so viele Antioxidantien wie die Acai-Beeren.

Die hellgrüne Frucht hat ihren Namen aus dem Sanskrit. „Amlaki“ bedeutet Nektar des Lebens. In der ayurvedischen Heilkunde hat sie schon Tausende von Jahren einen festen Platz.

Mein Mann mochte Amla schon immer, vor allem eingelegt in einem scharfen Amla-Pickle. Seit das Coronavirus Indien heimgesucht hat, kaufen und konsumieren wir bedeutend mehr Amla. Mein Liebster bringt es fertig, diese einfach so wie ein Apfel zu essen. Dabei sind die so unglaublich sauer, dass ich es gar nicht beschreiben kann. Ich habe es ausprobiert – sogar mehrmals – keine Chance! Es geht nicht und Pickle mag ich auch nicht.

Aber natürlich will auch ich von den Health Benefits profitieren. Denn es scheint wirklich eine Wunderwaffe zu sein: Verbessert das Immunsystem, verbrennt Fett, verbessert das Sehvermögen, sorgt für schöne Haut und Haare, reduziert Schmerzen, …

Nun habe ich tatsächlich die Lösung gefunden. Amla-Süßigkeiten!

Es ist ganz einfach, Amla Candy herzustellen, und es schmeckt sogar.

Zutaten:

  • 6-8 Amla Früchte
  • 150 g Puderzucker

Zubereitung:

  • Die Früchte in etwas Wasser 10 Minuten weichkochen. Dabei lösen sich die Spalten schon etwas vom Kern ab.
  • Die Früchte abschütten und abkühlen lassen. Danach die Früchte in die Spalten zerlegen und jede Spalte mit dem Messer halbieren.
  • In einer Schüssel mit 150 g Puderzucker mischen und 3 Tage zugedeckt stehen lassen.
  • Nach drei Tagen die Früchte absieben. Der Amla-Zuckersirup, der zurückbleibt, schmeckt verdünnt mit Wasser auch lecker und sollte nicht weggeschmissen werden.
  • Die Früchte auf einem Blech verteilen und an der Sonne für einen Tag trocknen lassen. Natürlich könnte man dies notfalls auch im Backofen bei niedriger Temperatur machen.
Zum Schutz gegen die Krähen und Tauben habe ich die Amla-Stücke mit einem dünnen Tuch abgedeckt.
  • Nach dem Trocknen kurz in Puderzucker wenden und fertig sind die Amla-Bonbons.
  • In einem Glas oder einer Dose aufbewahren und nach Bedarf ein Stück davon essen.

Ich liebe sie!