Ladoo – die Süssigkeit Indiens

Wir stehen mitten in den Navaratri Festlichkeiten und Diwali, das grosse Lichterfest rückt langsam und stetig näher. Die runden Süssigkeiten Ladoo dürfen da keineswegs fehlen. Es gibt unzählige verschiedene Ladoo-Rezepte. Heute habe ich ein neues Rezept mit Erdnüssen ausprobiert. Die Variante soll etwas gesünder sein und mit seinen vielen Proteinen und Nüssen Kraft und Energie verleihen.

Hier das Rezept für Erdnuss-Kakao-Ladoo:

Zutaten:

  • ½ Tasse geröstete Erdnüsse
  • 2 TL gerösteter Gram Dal (Bekommt man beim Inder oder im Online-Handel)
  • ¾ TL Kakaopulver
  • ½ Tasse Jaggery-Pulver (Jaggery ist der unraffinierte und unbehandelte Zucker, der aus dem Zuckerrohr gewonnen wird. Jaggery bekommt ihr sicherlich beim Inder oder natürlich online über verschiedene Anbieter.)
  • 1 Kapsel grüner Kardamom oder etwas Kardamom-Pulver
  • 2 TL Haferflocken
  • 2 TL grob gehackte Mandeln
  • rund 1 EL Ghee (geklärte Butter)

Zubereitung:

  • Die Erdnüsse in einer Pfanne rösten und abkühlen lassen.
  • Die Mandeln grob hacken und zur Seite stellen.
  • In einem Mixer/Grinder ½ Tasse Erdnüsse, 2 TL gerösteter Gram Dal, ¾ TL Cacao-Pulver, ½ Tasse Jaggery, 1 grüne Kardamom-Kapsel oder etwas Kardamom-Pulver und 2 TL Haferflocken zu einem Pulver mahlen.
  • Nun die Mandeln und etwas Ghee beigeben und das Ganze gut vermengen.
  • Kleine Mengen zusammenpressen und zu kleinen Kugeln formen.

Aus den Zutaten ergeben sich ungefähr 12 Ladoo.

Eine weitere indische Süssigkeit, die bei uns zu Feiertagen nie fehlt, ist Payasam. Das Rezept findest du hier:

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2020/10/17/semiya-payasam-suesse-milch-nudeln/

Semiya Payasam – Süße Milch-Nudeln

Semiya Payasam oder Vermicelli Payasam ist eine einfache Payasam Variante, die schnell gemacht ist und immer gelingt.

An Festtagen kommen die süßen Milch-Nudeln bei uns eigentlich immer auf den Tisch, so habe ich sie auch heute zu Beginn von Navaratri gekocht. Mehr über Navaratri findest du hier:

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2018/10/14/navaratri-neun-naechte-fuer-die-goettinnen/

Zutaten:

  • ½ Becher Vermicelli Nudeln, Semiya Nudeln (Semiya ist Hartweizengrieß, die Nudeln sind sehr dünn.)
  • ¼ -½ Becher Zucker je nach gewünschter Süße
  • 15 Cashew-Nüsse halbiert
  • 1-2 EL Weinbeeren je nach Wunsch
  • 2-3 EL Sago (Kann auch weggelassen werden) Sago oder in Tamil Javvarisi sind weiße Perlen aus der Stärke der Sago-Palme, die sich zum Eindicken von Speisen eignen. Das Bindemittel ist rein pflanzlich.
  • 4 Becher Milch
  • Einige Safranfäden
  • ¼ – ½ TL Kardamom-Pulver
  • 2-3 EL Ghee

Zubereitung:

  • Wer Sago beifügen möchte, kann diese entweder einige Stunden in Wasser einweichen oder rund 10-15 Minuten in Wasser kochen.
Nach 10 Minuten kochen, werden die Perlen leicht durchsichtig.
  • 1-1 ½ EL Ghee in einer Pfanne erhitzen und die halbierten Cashew-Kerne darin rösten, bis sie leicht braun werden.
  • Nun die Weinbeeren dazugeben. Sie blasen sich unter der Hitze rund auf.
  • Die gerösteten Cashew-Kerne und die Weinbeeren zur Seite stellen. Wir brauchen sie erst am Schluss wieder zum Dekorieren.
  • Rund 1 EL Ghee erhitzen und die Semiya-Nudeln darin kurz rösten, sodass sie nicht braun werden.
  • 4 Becher Milch dazugeben und das Ganze unter kleiner bis mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Immer wieder gut umrühren, damit nichts anbrennt. Wer Sago dazugeben möchte, kann dies nun tun.
  • Das Ganze weiter kochen und weiterrühren, bis die Nudeln ganz gekocht sind.
  • ¼ bis ½ Becher Zucker zugeben. Weiterrühren und auf kleiner Hitze köcheln lassen, bis das Semiya Payasam langsam eindickt. Dies dauert rund 5-10 Minuten.
  • ¼ bis ½ TL Kardamom-Pulver zugeben und wer mag etwas Safran. Kurz köcheln lassen und vom Herd nehmen.
  • Beim Abkühlen wird das Semiya Payasam noch weiter eindicken.
  • Mit den gerösteten Nüssen und Weinbeeren verzieren und am besten noch leicht warm servieren.

Einen guten Appetit!

Murukku – südindischer Snack selbst gemacht

Murukku ist ein berühmter und beliebter Snack in Südindien. Die knusprigen Murukku werden aus Urad-Dal und Reismehl hergestellt und dürfen an Festtagen nicht fehlen. Diwali rückt langsam näher – vielleicht ein Anlass, die leckeren Murukku auszuprobieren.

Zutaten:

  • ¼ Becher Urad-Dal
  • 1 ¼ Becher feines Reismehl
  • 1 EL Butter
  • 1 TL Kumin (Kreuzkümmel)
  • 1 Prise Asafötida (Hing)
  • rund ¾ TL Salz
  • Wasser ca. ½ Becher
  • Öl zum Frittieren
  • Chakli Maker
  • Schöpfkelle.

Zubereitung:

  • ¼ Becher Urad-Dal in der Pfanne anrösten, bis es anfängt zu duften und der Dal leicht bräunlich wird.
  • Den Urad-Dal ganz abkühlen lassen und im Grinder/Mixer zu feinem Mehl mahlen.
  • Nun das Urad-Dal-Mehl, das Reismehl, 1 EL Butter, 1 TL Kumin, eine Prise Asafötita und ¾ TL Salz in eine Schüssel geben und gut miteinander vermischen.
  • Rund einen halben Becher Wasser langsam dazugeben und zu einen weichen Teig kneten. Der Teig muss weich sein, damit man ihn gut durch den Chakli-Maker pressen kann.
  • Den Chakli-Maker einölen und die Form für mit 3 oder 4 Löchern einsetzen.
Chakli-Maker kann man sogar bei Amazon Deutschland bestellen.
  • Einen Teil des Teigs in den Chakli-Maker geben und spiralförmig auf die Schöpfkelle pressen.
  • Die Enden etwas festdrücken, sodass der Murukku beim Frittieren nicht in mehrere Stücke zerbricht.
  • Nun die Murukku in heissem Öl auf mittlerer Hitze frittieren, bis sie leicht braun und knusprig werden. Dabei die Murukku im Öl ab und zu wenden.
  • Auf einem Haushaltpapier abtropfen und abkühlen lassen.

Am allerbesten schmecken sie noch leicht warm mit einem südindischen Filterkaffee oder Chai.

Gutes Gelingen!

Ein weiterer leckerer Snack ist Ribbon Pakoda. Das Rezept findest du hier:

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2020/02/05/ribbon-pakoda-indischer-snack/

Weißkohl Poriyal – indisches Weißkohlgemüse

Zutaten:

  • ¼ bis ½ Teil von einem Kohlkopf klein geschnitten (je nach Größe)
  • 2 bis 3 Zwiebeln klein geschnitten (je nach Größe)
  • 1 Stück Ingwer klein geschnitten
  • 1=3 grüne Chilis
  • einige Curryblätter
  • frische Korianderblätter
  • ½ TL Kumin (Kreuzkümmel)
  • ½ TL halbierter Urad-Dal
  • ½ = 1 TL Kurkuma (Gelbwurz)
  • Salz nach Geschmack
  • 2=3 EL gerösteter Gram=Dal (im Mixer zu Pulver gemahlen) oder Kokosraspel

Zubereitung:

  • Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und ½ TL Senfsamen, ½ TL Kumin (Kreuzkümmel) und ½ TL halbierter Urad-Dal frittieren, bis die Senfsamen springen.
  • Die Zwiebeln, die grünen Chilis, den Ingwer und einige Curryblätter dazugeben und dämpfen, bis die Zwiebeln leicht braun sind.
  • Den klein geschnittenen Weißkohl dazugeben.
  • Mit Salz und Kurkuma abschmecken.
  • Den Kohl auf kleiner Flamme gar kochen. Ab und zu wenden.
  • Am Schluss 2=3 EL Dal-Pulver oder Kokosraspel dazugeben, mischen und mit frischem Koriander servieren.

Guten Appetit!

Elefantenfuß-Yam

Verschiedene Yam-Wurzeln spielen eine wichtige Rolle in der südindischen Küche. Viele dieser Knollen habe ich erst hier in Indien zum ersten Mal gesehen und natürlich auch gegessen.

Ein sehr beeindruckendes Exemplar ist der Elefantenfuß, auf Tamil „Karunai Kizhangu“ oder auf Hindi „Suran“. Die riesigen, erdigbraunen Wurzelknollen erreichen fast Fußballgröße. Bei uns kommt Elefantenfuß recht oft auf den Tisch, entweder gebraten oder als Kuzhambu (scharfes Curry).

Elefanenfuss-Yam- riesige Knollen!

Roh ist die Knolle leicht giftig. Um die Alkaloide zu entfernen, die Juckreiz im Hals verursachen können, muss das Gemüse gut in Salzwasser gekocht werden. Mein Schwiegervater gibt auch immer Kurkuma dazu.

Die Yam-Art enthält Kohlenhydrate, Eiweiß, Vitamine, Antioxidantien, Mineralien und Ballaststoffe. Man kann die Wurzel hervorragend als Fleischersatz einsetzen. Da sie reich an Ballaststoffen ist, fördert sie die Verdauung. Auch für das Herz scheint das Elefantenfuß-Yam Vorteile zu haben. Es soll gegen hohen Blutdruck helfen und offenbar sogar Anti-Aging-Eigenschaften besitzen.

Hier unser Rezept für gebratenes Elefantenfuß-Yam:

Zutaten:

  • Elefantenfuss-Yam
  • Chilipulver-Mischung (Unsere Chilipulver-Mischung wird aus folgenden Zutaten gemahlen: 200 g rote Chilis, 100 g Toor-Dal frittiert, frittierte Korianderblätter, 400 g Koriandersamen und eine Handvoll Pfefferkörner)
  • Salz
  • Tamarinde
  • Senfsamen, Kumin und gesplitteter Urad-Dal
  • 7-10 Curryblätter

Zubereitung:

  • Elefantenfuß-Yam rüsten und in ungefähr gleichgroße mundgerechte Stücke schneiden.
  • Die Stücke in Salzwasser und etwas Kurkuma rund 15 Minuten kochen.
  • Eine Marinade mit der Chili-Gewürzmischung, Salz und Tamarinde vorbereiten. Dazu die Tamarinde in etwas Wasser einlegen, mit der Hand vermischen und danach das filtrierte Wasser in eine Schüssel geben. 1-1,5 EL Chili-Gewürzmischung, ½ TL Kurkuma und ½-1 TL Salz dazugeben und gut rühren.
Tamarinde in warmem Wasser einweichen
Gut mit dem Wasser vermengen und das filtrierte Tamarind-Wasser zugeben.
Mit Gewürzen und Salz gut mischen.
  • Die gekochten Stücke für 5-10 Minuten in die Marinade geben und gut rühren, sodass alle Stücke mit Marinade bedeckt sind.
  • In einer Bratpfanne 2 EL Öl erhitzen. ½ TL Senfsamen, ½ TL kleiner gesplitteter Urad-Dal und ½ TL Kumin (Kreuzkümmel) dazugeben und frittieren, bis die Senfsamen springen. Nun die Yam-Stücke und Curryblätter mit der Marinade dazugeben und auf kleiner bis mittlerer Stufe anbraten, bis sie schön dunkelbraun werden.
Mohnsamen, Urad Dal Split und Kumin
Fertig!

Einen guten Appetit!

Indian Bread Journey: Malabar Reis-Pathiri

Das flache Reisbrot ist eine Spezialität aus der Malabar- oder Kerala-Küche. Gerne wird es in den muslimischen Teilen Keralas gegessen. Während der Fastenzeit des Ramadan oder auch an anderen Feiertagen gehören Pathiri zum Festmahl dazu.

Sehr gut scheinen Pathiri zu Fleisch-Curry zu passen. Als Vegetarierin habe ich es mit Avial, einer Gemüse-Kokos-Joghurt-Sauce serviert.

Zutaten:

  • 1 Becher fein gemahlenes Reismehl
  • 1 ¼ Becher Wasser
  • 1 TL Kokosnuss-Öl
  • ½ TL Salz

Zubereitung:

  • Das Reismehl in einer Bratpfanne ohne Öl auf mittlerer Kochstufe für rund 5 Minuten unter ständigem Rühren rösten.
Reismehl rösten
  • In einer Pfanne 1 ¼ Becher Wasser mit einem 1 TL Kokosöl und ½ TL Salz zum Kochen bringen.
  • Das Wasser nun auf die niedrigste Kochstufe stellen und das Reismehl dazugeben. Mit einer Kelle das Mehl und das Wasser gut vermengen und mischen, bis sich ein Teig formt.
  • Den Kochherd abstellen, die Pfanne von der Herdplatte nehmen und den Teig 5 Minuten ruhen lassen.
  • Den Teig langsam zu kneten beginnen. Achtung, der Teig ist noch heiß. Ich habe zu Beginn einen Löffel verwendet und habe den Teig erst später mit den Händen geknetet. Ist der Teig etwas klebrig, kann man die Hände mit etwas Kokosöl einreiben.
  • Einen kleinen Ball (etwas kleiner als einen Golfball) formen, in etwas Reismehl wenden, flach drücken und ausrollen. Den restlichen Teig sollte man immer zudecken, sodass er nicht austrocknen kann.
  • Die Pathiri werden so dünn wie möglich ausgerollt und danach mit einer runden Form ausgestochen. (Ich habe dazu einen Tuberware-Deckel verwendet.) Die Reste habe ich wieder in den noch warmen Teig eingearbeitet.
  • So, Bällchen für Bällchen ausrollen.
  • Eine Tava oder Bratpfanne auf mittlerer Hitze erwärmen und die Pathiri auf beiden Seiten „backen“. Die Pathiri sollten dabei nicht braun werden und sich etwas aufblähen. In meinem Rezept stand, dass beide Seiten nur 30 Sekunden benötigen. Bei mir hat dies irgendwie nicht gereicht und ich habe sie etwas länger liegen gelassen. Damit sie sich besser aufblasen, kann man mit einer flachen Kelle leicht darauf drücken. Wichtig ist, dass sie weiß bleiben und nicht hart werden.
  • Die Pathiri mit einem leckeren Curry oder mit Chutney servieren.
Reis-Pathiri serviert mit Avial

Einen guten Appetit!

Süsses für Lord Ganesha

Große Ganesha-Figur an Vinayaka Chaturthi (Ganeshas Geburtstag)

Morgen feiert der Elefantengott Ganesha seinen Geburtstag. Ganesha Chaturthi ist in ganz Indien ein bedeutsamer Feiertag. Da Lord Ganesha gerne Süsses mag, wird er an diesem Tag mit seinen Lieblingssüßigkeiten Modak, in Tamil Kozhukattai verwöhnt. Modak sind eine Art Dumpling. Eine leckere, süße Nussfüllung mit wird von einen Teig aus Reismehl umhüllt.

Gerne teile ich unser Rezept mit euch.

Zutaten:

  • 200 g frische Kokosnuss gerieben
  • 100-150 g Jaggery Powder (Unraffinierter Zucker vom Zuckerrohr)
  • Ghee
  • 1 EL Mohnsamen (kann auch weggelassen werden)
  • 1 TL Kardamom Pulver
  • Etwas Muskatnuss
  • Safran (wer mag)
  • 1 Tasse Reis mehl (150 g)
  • Wasser

Zubereitung:

Füllung:

  • 1 TL Ghee in einer Pfanne erhitzen
  • 1 EL Mohnsamen auf mittlerer Hitze rösten
  • 200 g geriebene frische Kokosnuss dazugeben und kurz anrösten
  • 100-150 g Jaggery dazugeben und mischen.
  • Alles auf mittlerer Hitze köcheln lassen, sodass die Kokosraspeln etwas Feuchtigkeit verlieren.
  • 1TL Kardamom-Pulver und etwas Muskatnuss dazugeben. Kurz mit kochen.
  • Die Füllung auf die Seite stellen und abkühlen lassen.

Teig:

  • Eine Tasse Wasser in einer Pfanne mit 1 EL Ghee und einer Prise Salz zum Kochen bringen.
  • Die Herdplatte abstellen und 1 Tasse Reismehl dazugeben und gut mischen.
  • Rund 5 Minuten zugedeckt stehen lassen.
  • Nun den Teig kneten. Achtung kann noch etwas heiß sein! Es sollte ein weicher Teig entstehen.
  • Rund 10-12 kleine Bälle formen.
  • Die Modak formen.
  1. Die Modak können verschieden geformt werden. Das Einfachste ist, die Kugel flach zu drücken und einen möglichst runden Kreis zu formen. Nun ca. 1 TL Füllung in die Mitte geben und das Ganze zu einem Halbmond schließen.
  2. Oder die Kugel flach drücken, zu einem kreisrunden „Schälchen“ formen, sodass die äußeren Enden etwas dünner sind. In die Mitte rund 1 TL Füllung geben. Am besten geht es meiner Meinung nach, wenn man die Füllung zu einer kleinen Kugel formt. Die äußeren Enden vorsichtig zusammennehmen und in einer Spitze verschließen.
  3. Eine etwas schwierigere Art: Kugel flach drücken, zu einem kreisrunden „Schälchen“ formen. Nun regelmäßige „Kanten“ an der Außenseite reindrücken und vorsichtig zusammenschließen, sodass die Kanten oben zusammenkommen.
  4. Es gibt auch Modak-Formen. In die man den Teig einfüllen kann. Ich habe mit dem Mehl zusammen noch eine Plastikform geschenkt bekommen und diese ausprobiert, war aber nicht wirklich begeistert vom Ergebnis.
Zu 1: Halbrund

Zu 2: im Spitz zulaufend
Zu 3: Kanten formen
Zu Nummer 3
Zu 4: mit Form
  • Nun die Dumplings mit einem Dampfsiebeinsatz 15 Minuten dämpfen. Ich brauche dazu jeweils meinen Idly-Cooker.
  • Wer mag, kann noch einige Safranfäden drüberstreuen, dies ergibt einen feinen Safrangeschmack und einen kleinen Farbtupfer.

Happy Ganesh Chaturthi!

Mehr zu Lord Ganeshas Geburtstag erfährst du hier:

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2018/09/13/happy-vinayaka-chaturthi/

Amla – die indische Wunderwaffe

Amla Früchte

Sie sehen unscheinbar, fast bescheiden aus in ihrem hellgrünen, kugelrunden Look. Doch der Schein trügt. Die Amla, die indische Stachelbeere, hat achtmal so viel Vitamin C wie eine Orange und zweimal so viele Antioxidantien wie die Acai-Beeren.

Die hellgrüne Frucht hat ihren Namen aus dem Sanskrit. „Amlaki“ bedeutet Nektar des Lebens. In der ayurvedischen Heilkunde hat sie schon Tausende von Jahren einen festen Platz.

Mein Mann mochte Amla schon immer, vor allem eingelegt in einem scharfen Amla-Pickle. Seit das Coronavirus Indien heimgesucht hat, kaufen und konsumieren wir bedeutend mehr Amla. Mein Liebster bringt es fertig, diese einfach so wie ein Apfel zu essen. Dabei sind die so unglaublich sauer, dass ich es gar nicht beschreiben kann. Ich habe es ausprobiert – sogar mehrmals – keine Chance! Es geht nicht und Pickle mag ich auch nicht.

Aber natürlich will auch ich von den Health Benefits profitieren. Denn es scheint wirklich eine Wunderwaffe zu sein: Verbessert das Immunsystem, verbrennt Fett, verbessert das Sehvermögen, sorgt für schöne Haut und Haare, reduziert Schmerzen, …

Nun habe ich tatsächlich die Lösung gefunden. Amla-Süßigkeiten!

Es ist ganz einfach, Amla Candy herzustellen, und es schmeckt sogar.

Zutaten:

  • 6-8 Amla Früchte
  • 150 g Puderzucker

Zubereitung:

  • Die Früchte in etwas Wasser 10 Minuten weichkochen. Dabei lösen sich die Spalten schon etwas vom Kern ab.
  • Die Früchte abschütten und abkühlen lassen. Danach die Früchte in die Spalten zerlegen und jede Spalte mit dem Messer halbieren.
  • In einer Schüssel mit 150 g Puderzucker mischen und 3 Tage zugedeckt stehen lassen.
  • Nach drei Tagen die Früchte absieben. Der Amla-Zuckersirup, der zurückbleibt, schmeckt verdünnt mit Wasser auch lecker und sollte nicht weggeschmissen werden.
  • Die Früchte auf einem Blech verteilen und an der Sonne für einen Tag trocknen lassen. Natürlich könnte man dies notfalls auch im Backofen bei niedriger Temperatur machen.
Zum Schutz gegen die Krähen und Tauben habe ich die Amla-Stücke mit einem dünnen Tuch abgedeckt.
  • Nach dem Trocknen kurz in Puderzucker wenden und fertig sind die Amla-Bonbons.
  • In einem Glas oder einer Dose aufbewahren und nach Bedarf ein Stück davon essen.

Ich liebe sie!

The Indian Bread Journey: Mango-Puri

Mango-Puri

Die indische Küche ist so vielfältig und unterschiedlich, dass man immer wieder ins Staunen kommt. Allein die verschiedenen „Brote“, die zum Essen serviert werden! Chapati, Naan, Dosai, Paratha und Puri kennt wohl fast jeder, der sich für indisches Essen interessiert. Auf eine Initiative einer Freundin testen und kochen wir uns, über WhatsApp verbunden, durch eine lange Liste verschiedener indischer „Brote“. Manipuri Tan, Puran Poli, Mangalore Buns, Girda, … Ich muss eingestehen, dass ich die meisten Namen zuvor noch niemals gehört habe. Da die Mangosaison zu Ende geht, haben wir uns gestern den Mango-Puri angenommen.

Die süßen Mango-Puri haben scheinbar Marathi-Wurzeln. Während der Mangosaison werden sie gerne im westlichen Gürtel Indiens, in Maharashtra und Rajasthan gegessen. Sie werden gerne mit Kardamom, Ingwer oder auch mit etwas Safran zubereitet.

Mango-Puri sind ein leckerer Snack zum Nachmittagstee. Als Schweizerin könnte ich sie locker auch zum Frühstück oder Abendessen genießen. Etwas verunsichert war ich beim Servieren. Womit isst man die süßen Mango-Puri? Mein Sohn griff relativ schnell zu Marmelade, aber mir war dies zu süß. Man kann sie einfach pur essen oder auch mit einem feinen Honig-Nuss-Joghurt servieren.

Zutaten für rund 8-10 Puri:

  • ¾ Becher Mangostücke (ca. 1 kleine Mango)
  • ¼ Becher Puderzucker (ich habe Rohrzucker genommen, den ich im Grinder fein gemahlen habe.)
  • ¾ Becher Weissmehl (Maida)
  • ½ Becher Vollkornmehl (Atta)
  • ¼ TL Kardamom-Pulver
  • 1 Prise Salz
  • Öl zum Frittieren
  • Weissmehl zum Ausrollen

*Ich habe 200 ml-Becher verwendet.

Zubereitung:

  • Die Mangostücke mit dem Puderzucker gut pürieren.
  • Die pürierte Mango in eine Schüssel geben und das Mehl, Kardamom und Salz zugeben, gut vermengen und zu einem Teig kneten. Es sollte kein Wasser dazugegeben werden. Wenn der Teig zu locker sein sollte, vorsichtig noch etwas Mehl dazugeben. Der Teig sollte eine Konsistenz haben, sodass er gut ausgerollt werden kann.
  • Den Teig in 8-10 gleichgroße Stücke aufteilen und daraus kleine runde Kugeln (etwas kleiner als Golfbälle) formen.
  • Die Kugeln flach drücken in etwas Mehl wenden und rund ausrollen (ca. 10 cm Durchmesser).
  • In heissem Öl goldbraun frittieren. Durch das heiße Öl werden sich die Puri zu kleinen Bällen aufblasen.

Die Puri heiß servieren. Einen guten Appetit!

Chana-Masala (Kichererbsen-Curry)

Heute hat der 63. Tag im indischen Lockdown angefangen. Die Covid-19-Fälle steigen in Indien weiterhin an und immer noch sind Tausende von Wanderarbeiter unterwegs. Leider hat auch Chennai täglich steigende Fallzahlen, und so ist es bei uns kaum zu Lockerungen gekommen. Die letzten Tage waren sehr heiß. Wir hatten Temperaturen über 40 Grad. Viele Bundesstaaten in Süd-, Zentral- und Nordindien leiden unter einer Hitzewelle.

Um mich etwas zu beschäftigen, probiere in der Küche immer wieder Neues aus. Am Wochenende habe ich Chana Masala, ein Kichererbsen-Curry nach einem Rezept von einer indischen Freundin ausprobiert. Da es uns sehr gut geschmeckt hat, teile ich das Rezept gerne mit euch.

Noch ein kleiner Hinweis zu den Rezepten auf meinem Blog. In unserer Familie essen wir sehr scharf und meine Gerichte sind nicht europäisch angepasst, sondern authentisch aus der indischen Küche. Da Schärfe oft nicht vertragen wird, werden in indischen Restaurants im Westen oft Kompromisse eingegangen. Wenn eure Zungen es auch nicht zu scharf mögen, reduziert die Chilis und das Chilipulver und tastet euch langsam heran.

Zutaten:

  • 1 ½ Tasse getrocknete Kichererbsen
  • 3 Tomaten (klein geschnitten)
  • 2 Zwiebeln (klein geschnitten)
  • 3-5 grüne Chilis (der Länge nach halbiert)
  • 3 TL Kumin (Kreuzkümmel)
  • 1 TL Ingwer-Paste
  • 1 TL Knoblauch-Paste
  • 1 TL Chilipulver
  • 1 TL Kurkuma (Gelbwurz)
  • 3 EL Korianderpulver
  • 1 TL Bockshornkleeblätter (Kasuri Methi)
  • 1- 1 ½ Tassen Wasser
  • 1 EL Öl oder Ghee (geklärte Butter)
  • Salz nach Belieben
  • Ev. 1 EL Tomaten Ketchup

Zubereitung:

Frühmorgens oder über Nacht:

Die trockenen Kichererbsen waschen und mindestens 8 Stunden zugedeckt in Wasser einweichen. Die Größe der Erbsen wird sich verdoppeln, daher darauf achten, dass ihr genügend Wasser dazugebt. Ich mache dies meistens über Nacht. Danach das Wasser abschütten und die Kichererbsen in einem Dampfkochtopf oder einem Kochtopf weichkochen. Dabei kein Salz zugeben. Als schnelle Variante gehen natürlich auch bereits gekochte Kichererbsen aus der Dose.

1. 1 EL Öl oder Ghee in einer Pfanne erhitzen. 3 TL Kumin dazugeben und kurz anrösten. Danach die Zwiebeln dazugeben und anrösten, bis sie leicht braun werden.

2. 1 TL Ingwer-Paste, 1 TL Knoblauch-Paste und die grünen Chilis dazugeben. Andünsten bis der frische Knoblauchgeruch verschwindet.

3. 3 Tassen gekochte Kichererbsen dazugeben und gut mit den Zwiebeln und den Gewürzen vermengen.

4. 1 TL Chilipulver, 1 TL Kurkuma, 3 EL Korianderpulver und rund 1 ½ TL Salz zugeben und gut umrühren. Das Ganze 5 Minuten auf niedriger Stufe köcheln lassen und zwischendurch umrühren.

5. 3 klein geschnittene Tomaten dazugeben und rund 5 Minuten köcheln lassen. Wer mag kann auch einen EL Tomatenketchup dazugeben. Meine Freundin aus Rajasthan macht dies.

6. 1 – 1 ½ Tassen Wasser zugeben und zum Kochen bringen und danach 1 TL Bockshornkleeblätter (Kasuri Methi) dazugeben.

7. Auf mittlerer Stufe kochen lassen, bis das Kichererbsen-Curry etwas eindickt.

8. Am Schluss mit frischen Korianderblättern garnieren und zu Reis oder indischen Broten servieren.

Einen guten Appetit!

Chana-Masala passt auch sehr gut zu Poori. Das Rezept dafür findest du hier:

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2020/05/21/poori-frittierte-indische-brote/