Rangoli Vorlage zum Nachzeichnen

Wie zeichne ich ein südindisches Rangoli?

Da meine erste Vorlage scheinbar Anklang gefunden hat, habe ich heute eine zweite Anleitung für euch vorbereitet. Obwohl Rangoli ja eigentlich auf den Boden gestreut werden, finde ich sie auch schön auf Papier. Viel Spass beim Nachzeichnen!

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  1. Zeichne in die Mitte eines Papiers eine gerade Punktlinie mit 17 Punkten. Die Mitte kannst du umkreisen.

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2. Darunter folgt versetzt eine zweite Linie mit 16 Punkten.

Rangoli 2

3. So geht es weiter … Immer versetzt eine Linie darunter zeichnen bis du nur noch 9 Punkte auf der Linie hast.

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4. Das Gleiche machst du auf der oberen Papierhälfte. Es entsteht ein Punktegitter mit sechs Ecken.

Rangoli 4

 

5. Du beginnst im Zentrum und verbindest die Mitte mit den äusseren Punkten.

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6. Verbinde das Zentrum auch folgendermassen:

Rangoli 7

7. Die drei Punkte über den Linien verbindest du mit einem Bogen, so dass ein Blütenblatt entsteht. Ein Punkt in der Mitte bleibt stehen.

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8. Wiederhole dies, so dass sechs Blütenblätter entstehen.

Rangoli 9

9. Den Punkt im Blütenblatt kannst du folgendermassen verbinden:

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10. Zeichne drei Linien, die am Blütenblatt angeschlossen sind.

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11. Verbinde die Linien mit dem darüberstehenden Punkt zu Blütenblättern.

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12. Über den neu entstandenen Blütenblättern bleibt ein Punkt stehen. Umkreise die sechs Punkte, ansonsten kann es dich verwirren.

Male in jeder Ecke einen Stern mit drei Linien.

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13. Aus dem Stern entstehen sechs Blütenblätter. Für die zwei äusseren Blätter musst du dir einen zusätzlichen Punkt denken oder aufzeichnen.

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14. Zeichne in der Mitte der übrig gebliebenen Punkte eine Raute.

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15. Verbinde die anderen Punkte folgendermassen, so dass eine Art Schmetterlingsblüte entsteht.

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16. Nun kannst du das Rangoli nach deinen Wünschen farbig gestalten. Ich habe heute Wasserfarben gebraucht. Dazu habe ich die Bleistiftlinien etwas ausradiert, so dass sie nur noch leicht zu sehen waren.

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17. Zum Schluss habe ich mit einem Goldstift die Linen nachgemalt und Verzierungen angebracht. Wie ist dein Rangoli gelungen? Liebe Grüsse aus Chennai Irène

Rangoli 30

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Chandigarh – die geplante Stadt von Le Corbusier

Chandigarh 1

 

Zum Schluss unserer Punjab-Reise besuchten wir die geplante Stadt Chandigarh. Bereits als wir in die Stadt hineinfuhren, hatte sie mich in ihren Bann gezogen. Le Corbusier, der schweizerisch-französische Stararchitekt des 20. Jahrhunderts, hat definitiv eine gute Arbeit geleistet. 1950 wurde er von Jawahalal Nehru, dem ersten Premierminister Indiens, mit der Planung beauftragt. Nach der Unabhängigkeit Indiens von den Briten, die eine Teilung des Punjabs zur Folge hatte, wollte Nehru eine neue Hauptstadt für den Bundesstaat schaffen. Lahore, der ehemalige Hauptort, wurde nämlich Pakistan zugesprochen. Auch wollte er den vielen heimatlos gewordenen Flüchtlingen aus dem pakistanischen Teil des Punjabs ein neues Zuhause bieten.

Heute ist Chandigarh die gemeinsame Hauptstadt der Bundesstaaten Haryana und Punjab. Offiziell hat die Stadt den Status eines Unionsterritoriums, das unter der Verwaltung der Zentralregierung steht.

Chandigarh zeigt sich wohlhabend, weltoffen und kosmopolitisch. Le Corbusier lagen bei seiner Planung vor allem die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner am Herzen. Die großzügigen, breiten Boulevards, die vielen Gärten und Parks und auch der künstlich angelegte See sollten den Menschen einen Lebensraum bieten, in dem man sich wohlfühlen kann. Die Stadt ist in verschiedene Sektoren unterteilt, die es einfach machen sich zu orientieren. Jeder Sektor ist in sich abgeschlossen und fußgängerfreundlich.

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Auch wenn kein Park in der Nähe ist, hat man das Gefühl in der Natur zu sein.

Bei unserem Besuch habe ich auch separate Fahrradwege entdeckt. Die Stadt ist insgesamt sehr grün und viele Bäume säumen die Straßen. Im Sektor 17 findet man vor allem Geschäfte, im Sektor 35 Restaurants und im Sektor 22 Hotels. Leider hatten wir nicht genügend Zeit, um die Stadt richtig zu erkunden. So liessen wir das Architektur-Museum und das Le Corbusier Centre aus.

Doch den berühmten Rock Garden haben wir uns nicht entgehen lassen. Eigentlich war es ursprünglich nie geplant, diesen Ort der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Um die geplante Stadt zu bauen, wurden 50 Dörfer abgerissen und plattgemacht. Nek Chand Saini, ein ehemaliger Flüchtling aus dem pakistanischen Teil des Punjabs, hatte ein Hobby, eigentlich eine große, künstlerische Passion. Ab 1957 begann er aus dem Abfall und Gerümpel der Abrisse Skulpturen und Gebilde zu schaffen. Auf einem abgelegenen Stück Brachland erschuf er seine eigene, kreative Wunderwelt. Lange blieb sein Wirken unentdeckt, bis die Stadt nach 15 Jahren für das Land Pläne hatte. Fast wäre alles zerstört worden. Der Stadtrat jedoch erkannte den künstlerischen Wert des Gartens sofort und beschloss Nek Chand finanziell zu unterstützen. Sogar Arbeiter wurden ihm zur Verfügung gestellt, damit er sein Kunstwerk vollenden konnte. Die riesige Anlage beherbergt heute über 5000 verschiedene Skulpturen von Menschen, Tieren und Fabelwesen. Eine eindrückliche Welt, die man da bestaunen darf!

2015 ist der Künstler gestorben, aber durch sein künstlerisches Schaffen hat er sich für immer verewigt.

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Rockgarden 7

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Im Sektor 1 befindet sich der künstlich angelegte Sukhna-See. Ein toller Platz für Freizeitaktivitäten und Erholung. Am Ufer entlang kann man wunderbar spazieren gehen und sogar einen Joggingpfad hat die Stadt angelegt. Viele flanieren dem See entlang oder sind mit Tretbooten auf dem Wasser unterwegs.

See 1

See 2

See 5

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Auch einige Porträt-Zeichner warten am See auf Kundschaft

Der Einkaufssektor 17 blieb von uns auch nicht ganz unberührt. Ich wollte mir vor der Abreise noch einen Phulkari-Schal kaufen. Der Punjab ist berühmt für die wunderschönen, reichen Stickereien. Im Phulkari Kunstha, einem staatlich geführten Kaufhaus mit fixen Preisen, bin ich dann tatsächlich noch fündig geworden.

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Insgesamt hat mir Chandigarh sehr gut gefallen. Alles war so sauber und organisiert, dass ich oft das Gefühl hatte, nicht mehr in Indien zu weilen. Doch der größte Trumpf der Stadt ist für mich eindeutig die Naturnähe.

Ich wünschte mir, in Chennai gäbe es so viele Parkanlagen und Bäume!

Gestern jedoch traf Prabhu einen Golfkollegen, der erst kürzlich von Chandigarh nach Chennai gezogen ist. „Wie kannst du so verrückt sein und von Chandigarh nach Chennai ziehen?“ fragte mein Mann ihn verwundert, den auch ihm hat die Stadt sehr gefallen.

Er antwortete: „Ich habe zwei Töchter! Du kannst dir nicht vorstellen, wie gefährlich das Leben als Frau im Punjab und in Haryana ist. Frauen sind in ihrem Alltag sehr eingeschränkt. Chennai ist so sicher und ich bin froh, dass wir hier sind!“

 

 

Wie zeichne ich ein südindisches Rangoli?

Rangoli und Kolams gehören in den indischen Alltag dazu. Natürlich kann man die schönen Muster auch auf Papier zeichnen und sie als Motive für Glückwunschkarten oder anderes gebrauchen. Vielleicht habt ihr Lust dies mal auszuprobieren?

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Südindisches Rangoli

Anleitung für ein einfaches Blumen-Rangoli

  1. Auf einer Blanko-Karte oder auf einem Blatt Papier die Mitte suchen und kennzeichnen. Auf beiden Seiten 10 Punkte in einer geraden Linie ergänzen. Die zweite Linie versetzt aufzeichnen.

Rangoli 1

 

2.  Die weiteren Linien immer versetzt weiterführen bis nur noch 11 Punkte übrig sind.

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3. Das gleiche auf der oberen Blatthälfte einzeichenen. So ergibt sich die Startposition des Rangoli, ein 21 x 11 verschobenes Punktegitter.

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4. In einer Ecke mit dem Blumenmuster beginnen. Den 4. Punkt von der Ecke aus einkreisen.

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5. Das erste Blütenblatt einzeichnen.

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6. Die weiteren Blütenblätter rund um die Kreismitte aufzeichnen.

 

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7. Von den Spitzen der Blütenblätter die drei Punkte darüber zu einem Halbkreis verbinden.

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8. Die Punkte in den Halbkreisen mit einer Spirale verbinden.

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9. Das Blatt folgendermassen einzeichnen.

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10. Von der nächsten Ecke wieder den 4. Punkt einkreisen und die Blume mit Blatt wiederholen.

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11. Das Gleiche in jeder Ecke wiederholen.

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12. Die gleiche Blume in der Mitte zeichnen und 6 Blätter ergänzen.

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13. Das Rangoli mit einem wasserfesten Stift nachzeichnen und die Bleistiftlinien ausradieren.

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14. Das Muster farbig gestalten.

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15. Wer Lust und Zeit hat, kann das Rangoli noch mit einem Goldstift nachzeichnen und verzieren.

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Rangoli-Wettbewerb

rangoli von oben

Gestern fanden bei uns im Quartier wieder verschiedene Wettbewerbe statt. Diese werden immer im Januar von den Vorständen unserer Kolonie organisiert. Als Suriyan noch jünger war, hat er auch beim Wettrennen und beim Zeichnungswettbewerb mitgemacht, aber jetzt findet er dies nicht mehr so toll.

Die Frauen können am späteren Nachmittag an einem Rangoli-Wettstreit teilnehmen. Zu zweit hat man zwei Stunden Zeit und eine Jury der Colony bewertet danach die Kunstwerke. Dieses Jahr nahmen nur wenige Frauen und Mädchen teil und die Rangoli sind eher bescheiden ausgefallen. Auch ich habe vor einigen Jahren mal mit meiner Nichte mitgemacht und wir erreichten sogar den dritten Rang. Die billigen Aufbewahrungsboxen aus Plastik, die wir gewonnen haben, wollte jedoch keine von uns haben und wir haben sie weiterverschenkt.

Die Teilnehmerinnen sind immer gut vorbereitet. Bereits vorher wurden die Farben mit Kalkpulver oder Sand gemischt und liegen in kleinen Behältern bereit.

Hier ein paar Eindrücke vom gestrigen Rangoli-Wettbewerb:

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Auch einige Kinder machen mit:

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Einige fertige Kunstwerke:

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rangoli 2

rangoli 1

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Dieses Rangoli hat den 1. Preis gewonnen.

Willst du mehr über Rangoli oder Kolams erfahren?

Dann lies hier:

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2018/05/29/schoenes-vor-dem-tor/

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2018/08/23/kolams-vergaengliche-kunst-im-alltag-mit-anleitung-zum-selbstversuch/

Kolams – vergängliche Kunst im Alltag -mit Anleitung zum Selbstversuch!

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Der Alltag einer indischen Hausfrau beginnt in der Regel früh am Morgen. Bereits in der Früh sieht man Hausfrauen und Maids mit Palmreisig-Besen und Wasser den Hauseingang reinigen. Danach wird mit weissem Kalkpulver ein neues Kolam oder ein einfaches Rangoli vor den Eingang gestreut.

Die Muster sollen Besucher willkommen heissen und schlechte Energien fernhalten.

Früher streute man Reismehl um die Ameisen und Vögel zu füttern. Man glaubte an ein harmonisches Zusammenleben, an ein Geben und Nehmen mit allen Kreaturen.

Kolams zu streuen ist eine Kunstfertigkeit, die ich sehr bewundere. In Tamil Nadu sind es Muster, die nach einem systematisch angelegten Punktmuster entstehen. In der Regel wird jeder Punkt umflochten, d.h. umstreut. So entstehen wunderschöne Kunstwerke. Wer sich einmal selbst in dieser Kunst versucht hat, weiss wie schwierig es ist. Bereits für die Versuche auf dem Papier braucht man plötzlich Hirnwindungen, die man zuvor selten gebraucht hat.

Bei uns in der Stadt sind die Kolams des Alltags eher bescheiden und oft flüchtig, lieblos hingestreut. In vielen Haushalten übernimmt die Maid diese Aufgabe, denn viele Frauen sind heutzutage berufstätig und haben keine Zeit. Es hat jedoch einige wenige Häuser, wo ich auf meinem Morgenspaziergang immer kurz verweile und die Muster bewundere. Speziell eine alte Frau bei uns in der Nähe gibt sich täglich so viel Mühe. Wenn ich sie sehe, mache ich ihr oft ein Kompliment und sage: „*Rombe nallarke!“ Da freut sie sich immer sehr.

Viel einfacher finde in der Regel die Rangolis, auch die werden nach Punktmustern gestreut, aber man hat viel mehr gerade Linien, wo man absetzen kann und die Muster sind unseren oder wenigstens meinen Hirnwindungen viel vertrauter.

Wenn ich denke, dass ich ein neues Kolam wirklich verinnerlicht und auswendig gelernt habe, dann beginnt bei mir die Phase der Ernüchterung, wenn ich das Kolam streuen will.

Der Boden ist plötzlich uneben, die Verhältnisse viel grösser und die Orientierung viel schwieriger. Schon die Punkte in genauen und geraden Abständen hinzustreuen ist eine Herausforderung. Ist das Punktnetz nicht genau, dann ist bereits alles zum Scheitern verurteilt.

Auch hier gilt Übung macht den Meister!

Manche Frauen sind darin unglaublich geschickt und sie streuen sogar Doppellinien flüssig und ohne Unterbrüche. Prabhus Schwester kennt  viele Kolams und Rangolis auswendig. An Fest- und Feiertagen beteiligen sich meist alle Frauen des Hauses an riesigen und zeitaufwändigen Mustern bei denen dann oft auch andere Farben eingesetzt werden.

*Rombe nallarke – auf Tamil: sehr schön

Doch versuch es doch einfach selbst! Viel Spass beim Ausprobieren!

Hier eine kleine Anleitung:

  1. Lege ein 9er Punktgitter an6409ACAA-F2FA-4328-A9BD-78737A3EEFC3

Beginne das Muster vom Zentrum aus.

2.

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3.

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4.

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5.

Die übrigen fünf Punkte an jeder Ecke umkreist du folgendermassen:

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Beim freien Punkt, der am nächsten zum Zentrum liegt, musst du aufpassen! Hier werden zwei Punkte auf einmal umkreist.

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6.

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7.

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8.

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Schönes vor dem Tor

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Kolam oder Rangoli sind Muster, die indische Frauen jeweils am Morgen und am späten Nachmittag vor dem Eingang mit weissem Kalk- oder Reispulver malen, d.h. eigentlich streuen.

Die Muster sollen Besucher willkommen heissen und das Böse abwenden. Die meisten Inderinnen sind darin sehr geschickt. Meine Schwägerin kann ganz komplizierte Muster auswendig und fehlerlos „hinstreuen“, es ist wunderschön!

Zuerst wird der Boden mit Wasser gereinigt und gewischt. Nun werden die Dots, die Punkte, die sich je nach Kolam, Rangoli unterschiedlich anordnen, in gleichmässigen Abständen ausgelegt. Das Pulver wird zwischen Daumen und Fingern gehalten und gestreut. Während beim Rangoli die Punkte verbunden werden und so Flächen entstehen, werden bei den südindischen Kolams die Punkte umwoben, dass letztlich kein Punkt mehr frei stehen bleibt.

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Meine Kolams sind immer noch klägliche Versuche und es will mir einfach nicht gelingen die Linien und Bögen schön sauber hinzustreuen.

An Festtagen vor allem an Pongal (tamilisches Erntedankfest) und an Dipawali (Lichterfest) werden auch farbige Pulver eingesetzt und die Muster werden weitaus aufwändiger und zeitintensiver.

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Im Januar, wenn das Klima in Chennai etwas angenehmer und kühler ist, finden immer viele Wettbewerbe statt. Auch hier in unserer Colony messen sich die Frauen einmal im Jahr im Rangoli streuen. Zu zweit arbeiten sie zwei Stunden und danach bewertet die Colony-Jury die Kunstwerke .

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Rangoli-Wettbewerb Januar 2019:

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2019/01/21/rangoli-wettbewerb/