Indian Bread Journey: Malabar Reis-Pathiri

Das flache Reisbrot ist eine Spezialität aus der Malabar- oder Kerala-Küche. Gerne wird es in den muslimischen Teilen Keralas gegessen. Während der Fastenzeit des Ramadan oder auch an anderen Feiertagen gehören Pathiri zum Festmahl dazu.

Sehr gut scheinen Pathiri zu Fleisch-Curry zu passen. Als Vegetarierin habe ich es mit Avial, einer Gemüse-Kokos-Joghurt-Sauce serviert.

Zutaten:

  • 1 Becher fein gemahlenes Reismehl
  • 1 ¼ Becher Wasser
  • 1 TL Kokosnuss-Öl
  • ½ TL Salz

Zubereitung:

  • Das Reismehl in einer Bratpfanne ohne Öl auf mittlerer Kochstufe für rund 5 Minuten unter ständigem Rühren rösten.
Reismehl rösten
  • In einer Pfanne 1 ¼ Becher Wasser mit einem 1 TL Kokosöl und ½ TL Salz zum Kochen bringen.
  • Das Wasser nun auf die niedrigste Kochstufe stellen und das Reismehl dazugeben. Mit einer Kelle das Mehl und das Wasser gut vermengen und mischen, bis sich ein Teig formt.
  • Den Kochherd abstellen, die Pfanne von der Herdplatte nehmen und den Teig 5 Minuten ruhen lassen.
  • Den Teig langsam zu kneten beginnen. Achtung, der Teig ist noch heiß. Ich habe zu Beginn einen Löffel verwendet und habe den Teig erst später mit den Händen geknetet. Ist der Teig etwas klebrig, kann man die Hände mit etwas Kokosöl einreiben.
  • Einen kleinen Ball (etwas kleiner als einen Golfball) formen, in etwas Reismehl wenden, flach drücken und ausrollen. Den restlichen Teig sollte man immer zudecken, sodass er nicht austrocknen kann.
  • Die Pathiri werden so dünn wie möglich ausgerollt und danach mit einer runden Form ausgestochen. (Ich habe dazu einen Tuberware-Deckel verwendet.) Die Reste habe ich wieder in den noch warmen Teig eingearbeitet.
  • So, Bällchen für Bällchen ausrollen.
  • Eine Tava oder Bratpfanne auf mittlerer Hitze erwärmen und die Pathiri auf beiden Seiten „backen“. Die Pathiri sollten dabei nicht braun werden und sich etwas aufblähen. In meinem Rezept stand, dass beide Seiten nur 30 Sekunden benötigen. Bei mir hat dies irgendwie nicht gereicht und ich habe sie etwas länger liegen gelassen. Damit sie sich besser aufblasen, kann man mit einer flachen Kelle leicht darauf drücken. Wichtig ist, dass sie weiß bleiben und nicht hart werden.
  • Die Pathiri mit einem leckeren Curry oder mit Chutney servieren.
Reis-Pathiri serviert mit Avial

Einen guten Appetit!

Indischer Film – Gunjan Saxena – The Kargil Girl

Gestern habe ich mir auf Netflix einen neuen indischen Film angeschaut. „Gunjan Saxena – The Kargil Girl“ beruht auf wahren Begebenheiten.

Zur Geschichte:

Gunjan Saxena, gespielt von Janhvi Kapoor, ist kein typisches indisches Mädchen. Ihr Traum ist das Fliegen, und sie will unbedingt Pilotin werden. Viele Hindernisse und Vorurteile behindern sie auf ihrem Weg. Aus Geldmangel bewirbt sie sich schließlich 1996 bei der Indian Air Force. Mit viel Glück wird sie, obwohl sie einen Zentimeter zu klein ist, aufgenommen und ein steiniger Weg beginnt. Die diskriminierenden, frauenfeindlichen Denkweisen mancher Vorgesetzten und Kollegen bringt sie fast zum Aufgeben. Eine wichtige Stütze ist ihr Vater, der stets zu ihr hält und ihr die Kraft gibt, weiterzumachen. 1999 bricht an der Grenze zu Pakistan der „Kargil-Krieg“ aus. Gute Piloten werden dringend gebraucht und so wird Gunjan in Srinagar stationiert und für Evakuierungs- und Erkundungsflüge eingesetzt. Endlich kann sie ihr Können unter Beweis stellen und gewinnt so den Respekt ihrer Vorgesetzten und Kollegen.

Kritik:

Mir hat der Film gut gefallen. Die patriarchalen Strukturen und Denkweisen, gegen die Gunjan kämpfen muss, werden meist glaubwürdig und realistisch dargestellt. Janhvi Kapoor spielt die Hauptrolle hervorragend. Das Wechselspiel zwischen Gehorsamkeit gegenüber Vorgesetzten und Aufbegehren gelingt ihr.

Auch das Thema Patriotismus wird mal erfrischend anders aufgegriffen. Besorgt gesteht Gunjan ihrem Vater, dass sie nur in die IAF (Indian Air Force) eintreten will, um fliegen zu lernen. Sie hat Bedenken, dass sie zu unpatriotisch sei. Doch ihr Vater beschwichtigt und beruhigt sie ungefähr in diesen Worten: „Willst du hart und seriös deine Ziele verfolgen und daran arbeiten? Dann ist darin doch kein Widerspruch! Unser Land braucht Menschen, die sich professionell einsetzen und ihre Ziele mit Leidenschaft verfolgen.“

Ich denke, dass dieser Film grade junge Frauen und Mädchen motivieren und inspirieren kann, ihren eigenen Weg zu gehen. Leider werden wohl die wenigsten so einen unterstützenden und liberal denkenden Vater zur Seite stehen haben.

Von mir bekommt der Film 7 von 10 Punkten.

Süsses für Lord Ganesha

Große Ganesha-Figur an Vinayaka Chaturthi (Ganeshas Geburtstag)

Morgen feiert der Elefantengott Ganesha seinen Geburtstag. Ganesha Chaturthi ist in ganz Indien ein bedeutsamer Feiertag. Da Lord Ganesha gerne Süsses mag, wird er an diesem Tag mit seinen Lieblingssüßigkeiten Modak, in Tamil Kozhukattai verwöhnt. Modak sind eine Art Dumpling. Eine leckere, süße Nussfüllung mit wird von einen Teig aus Reismehl umhüllt.

Gerne teile ich unser Rezept mit euch.

Zutaten:

  • 200 g frische Kokosnuss gerieben
  • 100-150 g Jaggery Powder (Unraffinierter Zucker vom Zuckerrohr)
  • Ghee
  • 1 EL Mohnsamen (kann auch weggelassen werden)
  • 1 TL Kardamom Pulver
  • Etwas Muskatnuss
  • Safran (wer mag)
  • 1 Tasse Reis mehl (150 g)
  • Wasser

Zubereitung:

Füllung:

  • 1 TL Ghee in einer Pfanne erhitzen
  • 1 EL Mohnsamen auf mittlerer Hitze rösten
  • 200 g geriebene frische Kokosnuss dazugeben und kurz anrösten
  • 100-150 g Jaggery dazugeben und mischen.
  • Alles auf mittlerer Hitze köcheln lassen, sodass die Kokosraspeln etwas Feuchtigkeit verlieren.
  • 1TL Kardamom-Pulver und etwas Muskatnuss dazugeben. Kurz mit kochen.
  • Die Füllung auf die Seite stellen und abkühlen lassen.

Teig:

  • Eine Tasse Wasser in einer Pfanne mit 1 EL Ghee und einer Prise Salz zum Kochen bringen.
  • Die Herdplatte abstellen und 1 Tasse Reismehl dazugeben und gut mischen.
  • Rund 5 Minuten zugedeckt stehen lassen.
  • Nun den Teig kneten. Achtung kann noch etwas heiß sein! Es sollte ein weicher Teig entstehen.
  • Rund 10-12 kleine Bälle formen.
  • Die Modak formen.
  1. Die Modak können verschieden geformt werden. Das Einfachste ist, die Kugel flach zu drücken und einen möglichst runden Kreis zu formen. Nun ca. 1 TL Füllung in die Mitte geben und das Ganze zu einem Halbmond schließen.
  2. Oder die Kugel flach drücken, zu einem kreisrunden „Schälchen“ formen, sodass die äußeren Enden etwas dünner sind. In die Mitte rund 1 TL Füllung geben. Am besten geht es meiner Meinung nach, wenn man die Füllung zu einer kleinen Kugel formt. Die äußeren Enden vorsichtig zusammennehmen und in einer Spitze verschließen.
  3. Eine etwas schwierigere Art: Kugel flach drücken, zu einem kreisrunden „Schälchen“ formen. Nun regelmäßige „Kanten“ an der Außenseite reindrücken und vorsichtig zusammenschließen, sodass die Kanten oben zusammenkommen.
  4. Es gibt auch Modak-Formen. In die man den Teig einfüllen kann. Ich habe mit dem Mehl zusammen noch eine Plastikform geschenkt bekommen und diese ausprobiert, war aber nicht wirklich begeistert vom Ergebnis.
Zu 1: Halbrund

Zu 2: im Spitz zulaufend
Zu 3: Kanten formen
Zu Nummer 3
Zu 4: mit Form
  • Nun die Dumplings mit einem Dampfsiebeinsatz 15 Minuten dämpfen. Ich brauche dazu jeweils meinen Idly-Cooker.
  • Wer mag, kann noch einige Safranfäden drüberstreuen, dies ergibt einen feinen Safrangeschmack und einen kleinen Farbtupfer.

Happy Ganesh Chaturthi!

Mehr zu Lord Ganeshas Geburtstag erfährst du hier:

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2018/09/13/happy-vinayaka-chaturthi/

Amla – die indische Wunderwaffe

Amla Früchte

Sie sehen unscheinbar, fast bescheiden aus in ihrem hellgrünen, kugelrunden Look. Doch der Schein trügt. Die Amla, die indische Stachelbeere, hat achtmal so viel Vitamin C wie eine Orange und zweimal so viele Antioxidantien wie die Acai-Beeren.

Die hellgrüne Frucht hat ihren Namen aus dem Sanskrit. „Amlaki“ bedeutet Nektar des Lebens. In der ayurvedischen Heilkunde hat sie schon Tausende von Jahren einen festen Platz.

Mein Mann mochte Amla schon immer, vor allem eingelegt in einem scharfen Amla-Pickle. Seit das Coronavirus Indien heimgesucht hat, kaufen und konsumieren wir bedeutend mehr Amla. Mein Liebster bringt es fertig, diese einfach so wie ein Apfel zu essen. Dabei sind die so unglaublich sauer, dass ich es gar nicht beschreiben kann. Ich habe es ausprobiert – sogar mehrmals – keine Chance! Es geht nicht und Pickle mag ich auch nicht.

Aber natürlich will auch ich von den Health Benefits profitieren. Denn es scheint wirklich eine Wunderwaffe zu sein: Verbessert das Immunsystem, verbrennt Fett, verbessert das Sehvermögen, sorgt für schöne Haut und Haare, reduziert Schmerzen, …

Nun habe ich tatsächlich die Lösung gefunden. Amla-Süßigkeiten!

Es ist ganz einfach, Amla Candy herzustellen, und es schmeckt sogar.

Zutaten:

  • 6-8 Amla Früchte
  • 150 g Puderzucker

Zubereitung:

  • Die Früchte in etwas Wasser 10 Minuten weichkochen. Dabei lösen sich die Spalten schon etwas vom Kern ab.
  • Die Früchte abschütten und abkühlen lassen. Danach die Früchte in die Spalten zerlegen und jede Spalte mit dem Messer halbieren.
  • In einer Schüssel mit 150 g Puderzucker mischen und 3 Tage zugedeckt stehen lassen.
  • Nach drei Tagen die Früchte absieben. Der Amla-Zuckersirup, der zurückbleibt, schmeckt verdünnt mit Wasser auch lecker und sollte nicht weggeschmissen werden.
  • Die Früchte auf einem Blech verteilen und an der Sonne für einen Tag trocknen lassen. Natürlich könnte man dies notfalls auch im Backofen bei niedriger Temperatur machen.
Zum Schutz gegen die Krähen und Tauben habe ich die Amla-Stücke mit einem dünnen Tuch abgedeckt.
  • Nach dem Trocknen kurz in Puderzucker wenden und fertig sind die Amla-Bonbons.
  • In einem Glas oder einer Dose aufbewahren und nach Bedarf ein Stück davon essen.

Ich liebe sie!

The Indian Bread Journey: Mango-Puri

Mango-Puri

Die indische Küche ist so vielfältig und unterschiedlich, dass man immer wieder ins Staunen kommt. Allein die verschiedenen „Brote“, die zum Essen serviert werden! Chapati, Naan, Dosai, Paratha und Puri kennt wohl fast jeder, der sich für indisches Essen interessiert. Auf eine Initiative einer Freundin testen und kochen wir uns, über WhatsApp verbunden, durch eine lange Liste verschiedener indischer „Brote“. Manipuri Tan, Puran Poli, Mangalore Buns, Girda, … Ich muss eingestehen, dass ich die meisten Namen zuvor noch niemals gehört habe. Da die Mangosaison zu Ende geht, haben wir uns gestern den Mango-Puri angenommen.

Die süßen Mango-Puri haben scheinbar Marathi-Wurzeln. Während der Mangosaison werden sie gerne im westlichen Gürtel Indiens, in Maharashtra und Rajasthan gegessen. Sie werden gerne mit Kardamom, Ingwer oder auch mit etwas Safran zubereitet.

Mango-Puri sind ein leckerer Snack zum Nachmittagstee. Als Schweizerin könnte ich sie locker auch zum Frühstück oder Abendessen genießen. Etwas verunsichert war ich beim Servieren. Womit isst man die süßen Mango-Puri? Mein Sohn griff relativ schnell zu Marmelade, aber mir war dies zu süß. Man kann sie einfach pur essen oder auch mit einem feinen Honig-Nuss-Joghurt servieren.

Zutaten für rund 8-10 Puri:

  • ¾ Becher Mangostücke (ca. 1 kleine Mango)
  • ¼ Becher Puderzucker (ich habe Rohrzucker genommen, den ich im Grinder fein gemahlen habe.)
  • ¾ Becher Weissmehl (Maida)
  • ½ Becher Vollkornmehl (Atta)
  • ¼ TL Kardamom-Pulver
  • 1 Prise Salz
  • Öl zum Frittieren
  • Weissmehl zum Ausrollen

*Ich habe 200 ml-Becher verwendet.

Zubereitung:

  • Die Mangostücke mit dem Puderzucker gut pürieren.
  • Die pürierte Mango in eine Schüssel geben und das Mehl, Kardamom und Salz zugeben, gut vermengen und zu einem Teig kneten. Es sollte kein Wasser dazugegeben werden. Wenn der Teig zu locker sein sollte, vorsichtig noch etwas Mehl dazugeben. Der Teig sollte eine Konsistenz haben, sodass er gut ausgerollt werden kann.
  • Den Teig in 8-10 gleichgroße Stücke aufteilen und daraus kleine runde Kugeln (etwas kleiner als Golfbälle) formen.
  • Die Kugeln flach drücken in etwas Mehl wenden und rund ausrollen (ca. 10 cm Durchmesser).
  • In heissem Öl goldbraun frittieren. Durch das heiße Öl werden sich die Puri zu kleinen Bällen aufblasen.

Die Puri heiß servieren. Einen guten Appetit!

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt!

Über den Mundschutz hinweg strahlen die Augen des frischgebackenen jungen Vaters. Nochmals gratuliere ich herzlich und er überreicht uns Soan Papdi, indische Süßigkeiten zur glücklichen Geburt seines Sohnes.

In dieser schwierigen Corona-Zeit war die Schwangerschaft und Geburt eine besondere Herausforderung. Das Kindlein kam letzten Sonntag per Kaiserschnitt zur Welt. Der Arzt wollte nicht weiter zuwarten und der Sonntag war scheinbar astrologisch gesehen ein guter Tag. Bereits eine halbe Stunde nach der Geburt rief uns Ganesh an und überbrachte seinem Boss die guten Nachrichten.

Wir freuen uns alle mit dem jungen Paar. Endlich dürfen sie ein Kindlein in ihre Arme schließen.

Bei vielen Paaren klappt es mit dem Kinderwunsch schon lange nicht mehr auf Anhieb. Fertility Centers, Kinderwunsch-Kliniken schießen auch in Indien nur so aus dem Boden. Klappt es mit dem Kinderwunsch nicht, gehen indische Paare, vor allem die Frauen durch die Hölle. Bereits ein Jahr nach der Hochzeit wird man von Verwandten ungeniert auf eine mögliche Schwangerschaft angesprochen. Wenn man nicht vor Glück strahlend berichten kann, dass man in Erwartung ist, dann wird mit Tipps und Ratschlägen nicht gespart. Ein unerfüllter Kinderwunsch ist sicherlich für jedes Paar schwierig. In Indien jedoch ist Elternschaft für die meisten ein selbstverständliches Lebensziel, das kaum infrage gestellt wird. Die Lebensbiografie ist klar vorgegeben: Man heiratet – man hat Kinder! Wer da nicht reinpasst, hat es oft nicht einfach.

Für untere Schichten ist ein Kind, vor allem ein Sohn auch immer die Vorsorge fürs Alter. In einem Land, wo die wenigsten Altersrenten beziehen und es kaum soziale Auffangnetze gibt, sorgen die Nachkommen, vor allem die Söhne für die betagten Eltern. Mädchen werden von vielen Familien als Belastung gesehen. Obwohl die Mitgift per Gesetz verboten ist, werden immer noch „Brautgeschenke“ in der Höhe von mehreren Jahresgehältern erwartet. So sind Mädchen mit immensen Kosten verbunden. Einen Sohn zu haben, ist für viele Familien sehr wichtig, denn oft ist er alleinige Altersvorsorge und nur so wird der Familienstamm weitergeführt.

Gerne hätte ich das Neugeborene und die frischgebackenen Eltern besucht, aber wegen Corona ist dies zur Zeit nicht möglich. Auch kein Foto gibt es. Ganesh erklärt mir, dass es in der tamilischen Tradition nicht üblich sei, in den ersten drei Lebensmonaten Bilder des Kindes zu machen. Man will das Kind vor Neid und dem „evil eye“, dem bösen Auge schützen. Zum Schutz gegen das Böse werden Kleinkindern auch immer hässliche schwarze Flecken ins Gesicht gemalt. Diese sollen den bösen Blick ablenken.

In Indien ist es üblich, dass die werdende Mutter Ende Schwangerschaft zurück ins Elternhaus zieht. Die eigene Mutter wird bei der Geburt dabei sein und die Tochter unterstützen. Ehemänner sind im Kreißsaal in der Regel nicht mit von der Partie.

Die meisten Mütter bleiben auch die ersten Wochen nach der Geburt im Haus der eigenen Eltern. Die Pflege des Kindes übernimmt meist die Großmutter. Bei meiner Nichte kam zum Baden und zur Babymassage sogar eine Frau aus dem Dorf vorbei.

Auch der Name des Sohnes ist noch nicht entschieden. Hier in Indien kann man sich dafür Zeit lassen. Viele Familien suchen auch für die Namensgebung einen Astrologen auf. Der Astrologe berechnet nach der Geburtszeit geeignete Anfangssilben.

So hoffe ich nun, dass ich das Büblein in einigen Monaten besuchen kann.

Weitere Informationen zu diesem Thema findest du hier:

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2018/06/20/arrangiert-in-die-ehe/

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2019/03/18/von-grossmuettern-und-grossvaetern-und-der-tatsache-dass-wir-alle-miteinander-verwandt-sind/