Bananenstamm-Gemüse (Poriyal)

Die meiste Zeit meines Lebens kannte ich wohl nur Chiquita-Bananen. Wie tat sich hier in Indien eine neue Bananen-Welt für mich auf. Hier gibt es über 20 verschiedene Bananensorten. Rote Bananen, Kochbananen, gelbe und grüne, kleine und große, …

Ich mag die kleinen, süßen Bergbananen aus dem Niligris besonders gerne. Übrigens produziert Indien weltweit am meisten Bananen, jedoch vorwiegend für den eigenen Markt. Doch nicht nur die Früchte, sondern die ganze Pflanze ist von Bedeutung.

Die Bananenpflanze steht symbolisch für Fruchtbarkeit und Reichtum, denn alle Teile werden verwendet. So dürfen bei einer Pooja (Lobpreisung Gottes) Bananen nie fehlen. Bei einer südindischen Hochzeit stehen beim Eingang immer zwei Bananenpflanzen mit Blüten zur Begrüßung.

Die großen Blätter finden als Teller oder zum Verpacken Verwendung und auch der Stamm und die Blüten werden gegessen. Der Stamm ist sehr ballaststoffreich und gut für die Verdauung. Etwa alle 3-4 Monate ernten wir unsere eigenen Bananen. Dazu wird die ganze Pflanze gefällt und wir kochen dann eifrig Bananenstamm-Gemüse (Poriyal) und Bananenstamm Curry (Kootu).

Eigene Ernte: Blätter, Blüte, Bananen und Stamm

Hier unser Rezept für Bananenstamm-Gemüse:

Zutaten:

  • 1-2 Stücke Bananenstamm klein geschnitten
  • Rund 20 Knoblauchzehen
  • 2-3 klein geschnittene Zwiebeln
  • 2-3 längshalbierte grüne Chilis
  • 6-8 Curryblätter
  • ½ TL Senfkörner
  • ½ TL Kumin (Kreuzkümmel)
  • ½ TL gesplitteter Urad-Dal
  • Salz
  • 1 TL Kurkuma
  • Frischer Koriander

Zubereitung:

1. In einem ersten Schritt den Stamm in dünne Rondellen schneiden. Dabei darauf achten, dass die Fasern soweit es geht entfernt werden. Nun den Stamm in kleine Würfelchen schneiden und in eine Schüssel mit Wasser geben. Lässt man sie an der Luft stehen, werden sie schnell braun.

2. Den geschnittenen Bananenstamm in einer Pfanne mit Wasser, Salz und einem TL Kurkuma rund 10-15 Minuten kochen lassen und auf die Seite stellen.

3. In etwas Öl die Senfkörner, den Kumin und den Urad-Dal frittieren, bis die Senfkörner springen.

4. Danach den geschälten Knoblauch dazugeben und mitbraten, bis er leicht bräunlich wird.

5. Zwiebeln, grüne Chilis und Curryblätter zugeben und mitdünsten.

6. Sind die Zwiebeln leicht glasig das gekochte Bananenstamm-Gemüse dazugeben, gut umrühren und für kurze Zeit mitdünsten und mit frischen Koriander servieren.

Einen guten Appetit!

Den Blogartikel über die Blüten findest du hier:

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2018/06/03/bananen-blueten/

Ribbon Pakoda – indischer Snack

Der knusprige, bandförmige Snack wird in ganz Indien gerne gegessen. In Südindien wird er oft zu Deepavali (Diwali) gemacht. Doch auch im normalen Alltag werden Ribbon Pakoda gerne zum Chai oder hier in Tamil Nadu zum Kaffee geknabbert.

Zutaten:

  • 3 Tassen Reismehl
  • 1 Tasse Besan-Mehl (Kichererbsenmehl)
  • ½ -2 TL Salz (je nach Tassengröße)
  • ¼ TL Hing Pulver (Asafoetida)
  • 1 TL Sesam
  • 1/2 TL Kurkuma (Gelbwurz)
  • 1 TL Kumin (Schwarzkümmel) oder Kumin-Pulver
  • 1-3 TL Chilipulver oder 2-6 rote getrocknete Chilis
  • Öl und Pfanne zum Frittieren
  • Presse mit entsprechendem Ribbon-Einsatz

Ich habe meine Presse vor Jahren hier in Indien für 160 Rupees gekauft. Bestimmt bekommt ihr so ein Teil auch online in Indienläden oder bei Amazon. Ich habe verschiedene Einsätze. So könnte ich damit auch Murukkus oder anderes herstellen.

Zubereitung:

1. Wenn man die Kumin-Samen und die roten Chilis verwendet, sollte man diese im Mixer/ Grinder fein zu einem Pulver zermahlen.

2. 3 Tassen Reismehl, 1 Tasse Besan-Mehl, 1 ½- 2 TL Salz, 1 TL Kumin-Pulver (Kreuzkümmel), 1/2 TL Kurkuma, ¼ TL Asafoetida, 1 TL Sesam und 1-3 TL Chilipulver in einer Schüssel gut vermischen. Wir mögen es gerne etwas schärfer, so gebe ich mindestens 3 TL Chilipulver dazu. Ich empfehle euch jedoch, es zuerst mit einer kleineren Menge auszuprobieren.

3. Das Frittieröl heiß werden lassen, 2- 3 EL heißes Öl der Mehl-Gewürzmischung zugeben und mit einem Löffel vermengen.

4. Nun langsam Wasser dazugeben. Tastet euch langsam heran, denn der Teig sollte am Schuss eine feste Struktur bekommen, die sich jedoch gut durch die Presse drücken lässt.

5. Nun den Teig zu einem Zylinder rollen und in die Presse geben. Den Teig direkt ins heiße Frittieröl pressen und frittieren. Nach einer kurzen Zeit wenden und die andere Seite frittieren. Danach mit einer Lochkelle das Öl abtropfen lassen und in eine Schüssel mit Haushaltpapier geben.

Ich wünsche euch beim Ausprobieren viel Erfolg!