Der 50-jährige, der den Hintern nicht hochbekam, bis ihm ein Tiger auf die Sprünge half – eine Buchrezension

Das Buch „Der Fünfzigjährige, der nach Indien fuhr und über den Sinn des Lebens stolperte“ hat mir sehr gut gefallen. In der Hoffnung auf weitere lustige Abenteuer mit Göran und Yogi habe ich mir gleich darauf den zweiten Band „Der 50-jährige, der den Hintern nicht hochbekam, bis ihm ein Tiger auf die Sprünge half“ gekauft.

Göran Borg fällt es schwer, nach seiner traurigen Liebesgeschichte mit Preeti, wieder Fuß zu fassen. Er hat zwar einen gut bezahlten Job in Malmö, aber er wird zunehmend deprimierter. Immer mehr zieht er sich aus dem gesellschaftlichen Leben zurück. Er ist phlegmatisch und entwickelt sich zu einem richtigen Pessimisten. Auf Drängen seiner Tochter beginnt er bei Karin Vallberg Torstensson eine kognitive Verhaltenstherapie, die jedoch auch nicht wirklichen Erfolg zeigt.

Sein einziger Lichtblick ist die Hochzeit von Yogi, die in der Nähe von Madurai stattfinden soll. Diese wird jedoch immer wieder verschoben. Schließlich reist Göran dann früher nach Delhi, um seinen Freund zu besuchen. Er beschließt, ihn bei den vielen Vorbereitungen zu unterstützen.

Doch Yogi und sein zukünftiger Schwiegervater werden beim Kauf einer Teeplantage in Darjeeling betrogen. Der Erlös, der die Mitgift seiner Braut sein sollte, ist verloren und die Hochzeit wird auf Eis gelegt. Das Abenteuer beginnt! Gemeinsam mit Yogis zukünftiger Frau Lakshmi bringen sie die vernachlässigte Teeplantage wieder auf Vordermann. Auch der Betrüger kommt nicht ungeschoren davon und wird spektakulär im Nationalpark Bandhavgarh überführt und schließlich von einem Tiger niedergestreckt.

Die Fortsetzung des Romans konnte mich nicht wirklich begeistern. Der Charme und die Leichtigkeit, die mir im ersten Band so gut gefallen haben, gehen im zweiten Teil weitgehend verloren. Oft fand ich Textpassagen langweilig und an den Haaren herbeigezogen. Yogi, der sympathische, immer frohe und immer hungrige Freund von Göran hat jedoch Unterhaltungswert! Einige Lacher sind garantiert.
Das Buch ist lesenswert, reicht jedoch nicht an den ersten Band heran. Unbedingt muss ich mal nach Darjeeling reisen, um diese fantastischen vegetarischen Momos zu kosten!

Hier geht es zu Band 1:

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2018/12/28/der-fuenfzigjaehrige-der-nach-indien-fuhr-und-ueber-den-sinn-das-lebens-stolperte-eine-buchrezension/

Hier geht es zu Band 3:

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2019/01/10/der-apfelblueten-guru/

Der Fünfzigjährige, der nach Indien fuhr und über den Sinn des Lebens stolperte – eine Buchrezension

Da ich wegen einer schweren Erkältung grade einige Tage ruhend im Bett verbrachte, besorgte ich mir Lesenachschub. Der Roman „Der Fünfzigjährige, der nach Indien fuhr und über den Sinn des Lebens stolperte“ von Mikael Bergstrand stand schon länger auf meiner Leseliste. Von Anfang an hat mich die Geschichte gepackt und im Nu hatte ich das Buch durchgelesen.

Der humoristische, witzige Schreibstil des Autors brachte mich immer wieder zum Schmunzeln, ja sogar zum Lachen.  

Der zweiundfünfzigjährige Göran Borg, ein schwedischer Journalist, ist die Hauptfigur der Geschichte. Geschieden und seit Jahren immer noch seiner Ex-Frau nachtrauernd, geht er durchs Leben. Er ist ein Gewohnheitstier, Phlegmatiker und eigentlich ein Langweiler. An den farblosen, unmotivierten, feinfühligen Göran muss man sich am Anfang der Geschichte etwas gewöhnen. Doch je mehr man von seiner Lebensgeschichte und seinem Innenleben erfährt, desto leichter wird es, ihn ins Herz zu schliessen.

Göran, der schon in einer Lebenskrise steckt, verliert schliesslich nach fünfundzwanzig treuen Dienstjahren in der gleichen Firma seinen Job und versteht die Welt nun gar nicht mehr.

Sein ehemaliger Schulfreund Erik, ein Frauenheld, der als Reiseführer arbeitet, überredet ihn schliesslich zu einer Reise nach Indien.

Widerwillig lässt sich Göran schliesslich darauf ein und schliesst sich der Reisegruppe, die haupsächlich aus nervenden Senioren besteht, an.

Wie es in Indien so oft der Fall ist, kommt alles anders als geplant. Bereits am zweiten Reisetag erkrankt Göran an einer schlimmen Durchfallerkrankung und kann nicht weiterreisen. Lange Tage verbringt er sterbenselend in einem heruntergekommenen Hotel bis endlich Hilfe naht. Der sympathische Inder Yogi, ein Freund von Erik, holt ihn schliesslich ab und das Abenteuer Indien beginnt. Kurzum ändert er all seine Pläne und beschliesst, länger in Indien zu bleiben. Mit Yogi, der als Hindu an einen höheren Sinn glaubt, entdeckt er die Hauptstadt New Delhi und verliebt sich Hals über Kopf in die schöne Preeti Malhotra, eine reiche, verheiratete Geschäftsfrau…

Die Beschreibungen über Delhi und seine Bewohner sind so wunderbar treffend, dass man sofort merkt, dass der Autor ein Indienkenner ist. Mit viel liebevollem Charme und Witz beschreibt er dieses tolle, gegensätzliche Land.

Am Ende habe ich mit Göran sogar einige Tränchen vergossen und ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Teil.

Hier geht es zu Band 2:

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2018/12/29/der-50-jaehrige-der-den-hintern-nicht-hochbekam-bis-ihm-ein-tiger-auf-die-spruenge-half-eine-buchrezension/

Hier geht es zu Band 3:

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Mit Sari auf Safari – Buchrezension

Mit Sari auf Safari

Da ich insgesamt nun schon 10 Jahre in Chennai lebe, interessiert es mich immer zu erfahren, wie es anderen Ausländern und Ausländerinnen in meiner neuen Heimat ergeht. Empfinden sie vieles gleich oder ganz anders? Mit welchen Schwierigkeiten haben sie zu kämpfen? Wie nehmen sie dieses vielseitige, gegensätzliche, bunte Land wahr? Wie hat sie dieses Land verändert?

So bin ich auf das Buch von Tabitha Bühne „Mit Sari auf Safari“ gestoßen. Das Buch wurde im Fontis-Verlag herausgegeben. Auf Amazon hatte das Buch viele gute Rezensionen und so habe ich das E-Book gekauft.

Tabitha Bühne ist von der Liebe enttäuscht. Als sie jedoch Markus Spieker, der als Südostasien-Korrespondent in Delhi lebt, begegnet, ändert sich ihr Leben komplett. Nach nur kurzer Zeit des Kennenlernens, beschließen die beiden gläubigen Christen zu heiraten. So folgt die natur- und freiheitsliebende Tabitha ihrem Mann in die riesige Metropole. Das Alltagsleben, die Armut und die starke Luftverschmutzung machen ihr sehr zu schaffen. In einem einfachen, flotten Schreibstil erzählt sie in der Gegenwartsform von ihren spannenden Erlebnissen und Geschichten, die sie in zwei Jahren Indien erlebt hat.

Tabitha Bühne will, wie sie in ihrem Buch immer wieder betont, Indien besser kennenlernen. So besucht sie für eine Woche einen Ashram in Rishikesh und praktiziert Yoga, sie nimmt an einem Ayurvedakurs teil und sie kann ihren Mann immer wieder auf spannende Reisen in ganz Südostasien begleiten.

Doch mir persönlich erscheint Tabitha Bühne in ihrem Buch alles andere als weltoffen. In ihrem sehr eng geschnürten christlichen Korsett beurteilt und verurteilt sie vorschnell und bleibt in ihren Texten sehr oberflächlich und wertend. In anderen Religionen oder Wertvorstellungen sieht sie nichts Verbindendes oder Gutes. Sie empfindet nur Mitleid mit den armen Seelen und ist froh, auf dem richtigen Weg zu sein. Zitat: „Ich weiß nicht, was ich fühlen soll. Ich wünschte, sie würden Jesus kennen. Immerhin glauben sie noch an etwas Überirdisches und beten keine Fußballspieler oder Musiker an.“ Von ihrem liebenden Gott zu erzählen, ist ihr wichtig und jede Erfahrung, die sie in Indien macht, lässt sie ein wenig zu einer besseren Christin werden.

Für mich ist dieses Buch definitiv kein Reiseschmöker, sondern ein sehr religiöses Buch mit christlichen Inhalten, wie man es in einer christlichen Buchhandlung erwarten würde.

Ich musste mich Kapitel für Kapitel durchkämpfen und habe mich oft über die christliche Engstirnigkeit der Autorin geärgert.

Der teuerste Film Indiens

Filmplakat

Da sitzen wir nun mit unseren 3D-Brillen auf der Nase. Gerade pünktlich zum Filmanfang haben wir es geschafft, im proppenvollen Kinosaal unsere Sitze zu finden. Dass wir das obligate Aufstehen zur indischen Nationalhymne verpasst haben, erfreut uns insgeheim. Suriyan ärgert sich immer sehr über das nationale Gehabe, das unter Modis Regierung wieder eingeführt wurde.

Der südindische Superstar, man könnte schon fast sagen Moviegott, Rajinikanth ist im neusten Tamil Movie 2.0 zu sehen. Die Produktionskosten von 543 crore (US $ 76 Millionen) toppen alle bisher in Indien produzierten Filme. Der Science Fiction Action-Film ist gespickt mit Special-Effects. In weiteren Hauptrollen spielen auch Akshay Kumar und Amy Jackson. Diese Kombination lockt die Leute scharenweise in die Kinosäle. In der Phoenix Mall läuft der Film in 3D in sechs verschiedenen Kinosälen mit je 3-4 Vorstellungen täglich. Eine Karte kostet hier in Chennai für die 3D Variante rund 2.80 Euro. Am 6. Dezember, nach nicht ganz zwei Wochen Spielzeit,  hatte der Film bereits US $ 72 Millionen eingebracht.

Die Handlung ist recht simpel. Eine unerklärbare Kraft lässt plötzlich in ganz Tamil Nadu alle Handys verschwinden. Der Naturwissenschaftler, Dr. Vaseegaran, der sich mit humanoiden Robotern beschäftigt, kommt schliesslich dem Rätsel mit Hilfe seiner beiden Robotern Chitti und Nila auf die Spur.

Rajinikanth spielt in einer Doppelrolle Dr. Vaseegaran und den humanoiden Roboter Chitti. Immer wenn er unerwartet auf der Leinwand erscheint oder etwas Heldenhaftes oder Lustiges tut, johlen und jubeln die Zuschauer. Neben mir sitzt ein Paar mit ihrer kleinen Tochter. Sie ist so fasziniert von den 3D Effekten, dass sie immer wieder versucht die fliegenden Handys mit dem Händen zu ergreifen.

Mich langweilt der Film bereits nach 10 Minuten, da ich aber meine Männer zu diesem Kinoerlebnis des teuersten indischen Filmes überredet habe, lasse ich mir nicht viel anmerken. Doch der vorwurfsvolle Blick unseres Sohnes in der Pause spricht Bände. „Willst du die zweite Hälfte noch sehen“, frage ich meinen Liebsten. Eigentlich hat er nicht grosse Lust dazu, aber wir bleiben dann trotzdem. Suriyan deckt uns mit einer grossen Tüte Popcorn ein, so überstehen wir auch die zweite Hälfte. Im weiteren Verlauf entwickeln Roboter Chitti und der weibliche Roboter Nila Gefühle für einander. Mein Liebster flüstert mir belustigt ins Ohr: „Bei uns Indern ist sogar eine Liebesgeschichte zwischen Robotern möglich!“

Das Ende zieht sich fürchterlich in die Länge und als dann der Roboter Chitti, tausendfach im Miniformat produziert, auf Tauben fliegend die Welt rettet, wird es echt anstrengend auszuharren.

Endlich können wir den Kinosaal nach einem fulminanten Elekto-Tanz von Chitti und Nila verlassen.

„Was für eine Zeit- und Geldverschwendung“, meint unser Sohnemann.

Ja, das war es tatsächlich und trotzdem haben wir ihn gesehen: Den teuersten Film Indiens!

Fotokulisse
Fotokulisse am Ausgang um Erinnerungsfotos mit den beliebten Stars zu machen.

Unerwartete Probleme

Sieb

Ich beobachte die Situation von der Küche aus. Die beiden Jungs sitzen nach einem Sleep Over bei uns am Esstisch und essen Frühstück. Suriyan, heute nicht sehr gastfreundlich, isst bereits seine Kellogg’s und sein Schulkamerad hält verloren und verwirrt das Sieb in der Hand. Er möchte auch Milch zu seinen Cornflakes, aber auf den ersten Blick wird klar, dass er noch niemals, in seinem 13-jährigen Leben, ein Sieb in der Hand hatte.      Ich hasse die Milchhaut, die sich hier in Indien immer wieder hartnäckig auf der Milch bildet und Suriyans Schulkamerad ergeht es wohl ebenso.

Als ehemalige Heilpädagogin ploppt sofort ein riesiges, rotes Schlagwort in meinem Kopf auf: „Problemlösungsverhalten“! Neugierig, überrascht, ich gebe zu, auch etwas amüsiert bleiben meine Augen auf dem Jungen ruhen.  Nach kurzer Analyse der Situation beschliesst er das Sieb einfach auf dem Krug zu lassen, das Sieb festhaltend, gedenkt er sich so Milch in seine Schale zu giessen. Doch jetzt hat er definitiv auch Suriyans Aufmerksamkeit und der ist nicht weniger erstaunt als ich. Hilfreich greift er ein, erklärt und zeigt mit einer Handbewegung wie es eigentlich gehen sollte.

Man kann ein Sieb durchaus in verschiedene Richtungen halten, das scheint unseren Problemlöser nun doch zu verwirren. Seitwärts? Mit der Wölbung nach oben? Hilfe suchend wirft er einen Blick zu mir. Obwohl ich noch gerne weiter observiert hätte, kann ich nicht anders und zeige ihm mit einer Handbewegung das Sieb zu drehen und das Problem ist bewältigt.

Kurz danach gebe ich ihm die zwei bestellten Toastscheiben auf einem kleinen Teller. Confitüre und Butter stehen schon lange auf dem Tisch. Sich ein eigenes Marmalade-Toast zu schmieren, ist er augenscheinlich auch nicht gewohnt. Etwas überrascht, dass ich das nicht übernehme, beginnt er unbeholfen die Butter aufs Brot zu streichen. Unsere super teure Bonne Maman Confitüre, die wir uns hier leisten, weil uns die indischen Marmalade-Anbieter einfach gar nicht schmecken, landet teilweise auf dem Tischtuch, aber was soll’s! Wieder etwas geübt, dass sonst Mama für ihn macht.

Vor etwa 2 Jahren war ein anderer Schulfreund bei uns zu  Besuch und die Jungs wollten unbedingt ein Cake backen. Die beiden machten dies auch recht gut. Suriyan übernahm die Führung, instruierte und erklärte, denn auch hier war klar, dass dies sein Freund noch niemals zuvor getan hatte. Bei den 2 Eier, die das Rezept verlangte, staunte ich nicht schlecht. Legte sein Freund die Eier doch mit Schale in den Teig!

Ich bin immer wieder erstaunt zu sehen, wie für mich selbstverständliche, alltägliche Dinge für einige Kinder hier zum Problem werden. Wie kann man einem Kind, das bereits 13 Jahre alt ist immer noch das Brot schmieren? Wie kann man sein eigenes Kind dermassen zur Unselbständigkeit erziehen?

Auch Suriyan zeigt manchmal solche Allüren und meint dann: „Amma, glaube mir, das muss niemand von unserer ganzen Klasse machen!“ Ich kann nicht mal sagen, dass ich dies nicht glaube, denn mit grösster Wahrscheinlichkeit ist es so. Wenn die Mutter nicht alles für die Kinder tut, dann macht es sicherlich die Maid, der Koch oder der Chauffeur. Schmutzige Kleider in den Wäschekorb legen, das Geschirr raustragen, das Zimmer aufräumen, abwaschen, … Eigentlich weiss ich ja, dass die Erziehung hier in Indien etwas anders funktioniert und trotzdem bin ich immer wieder etwas geschockt, wenn ich es selbst erlebe.

Ab in die Selbständigkeit – Neues von meinen Hörnchen

Rosa und Speedy

Immer wieder werde ich nach meinen Palmhörnchen gefragt. Ja, sie sind noch da! Doch ich sehe sie leider nur noch sehr selten. Seit die beiden ein grosses Loch in das Gitter genagt haben, erkundigen sie bereits bei Tagesanbruch die neue Welt draussen. Wenn es dunkel wird, kehren sie jedoch jeden Abend in ihr Nest zurück um zu schlafen.

Ab und zu kommen sie schnell nach Hause um zu fressen, verschwinden danach jedoch sofort wieder. Futter und Wasser stelle ich den beiden noch hin, habe aber die Menge deutlich reduziert, da oft viel übrig blieb. Sie haben sich scheinbar neue Futterquellen in der Umgebung erschlossen. Unsere Nachbarin stellt immer Essensreste für die Krähen hin und ich habe beobachtet, dass auch meine Hörnchen sich dort bedienen.

Die beiden sind inzwischen recht scheu geworden. Wenn sie fressen, kann ich sie manchmal noch etwas streicheln, aber meistens gehen sie sofort nach draussen und kehren zurück, wenn ich nicht mehr im Raum bin. So sehe ich sie meistens nur noch so!

Hörnchen draussen

Mein Badezimmer ist endlich wieder zum Badezimmer geworden. Ausser dem Nest und einem Regal, wo ich sie füttere, habe ich alle Kletterangebote rausgeräumt.

Gestern hatten wir heftige Monsun-Niederschläge und da bevorzugten es die beiden im Trockenen zu bleiben und einen Ruhetag einzulegen. Endlich konnte ich sie wieder etwas streicheln und vor allem wieder mal einige Bilder knipsen.

Rosa

Rosa und Speedy 2

Hörnchen im Nest

Hörnchen im Nest 2

Ich denke, dass die beiden Süssen langsam geschlechtsreif werden. Ob Rosa ihre Jungen in ihrem Nest aufziehen wird? Ich bin gespannt und halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden!

Weisser Rettich in scharfer Chili-Tamarind-Sauce (Radish Kara Kuzhambu)

Radish kara kuzhambu

Kuzhambu ist ein Curry, das in der tamilischen Küche oft gekocht wird.  Im Gegensatz zu Sambar, der mit Toor Dhal gekocht wird, enthält Kuzhambu kein Dhal und der saure Geschmack der Tamarinde und die Schärfe der Chilis überwiegt. Karam bedeutet auf Tamil scharf, d.h. Kara Kuzhambu ist für den westlichen Gaumen oft zu scharf. Ich gebe hier das Original-Rezept weiter, wer es nicht so scharf verträgt, sollte das Chilipulver reduzieren. Weisser Rettich kann man hier in Chennai das ganze Jahr über kaufen und dementsprechend kommt es auch recht oft auf unseren Speiseplan.

Unser Rezept:

Zutaten: Eine Handvoll Tamarind, 2-3 EL Chilipulver, Salz, Kurkuma, Asafoetida, Rettich (ca.4-6 Stück), 15-20 Zehen Knoblauch, 2-3 mittelgrosse Zwiebeln, Curryblätter, 1 Tomate, Urad Dhal, Senfsamen, Kumin (Kümmel), frische Korianderblätter

Zubereitung der Tamarind-Chilisauce:

-Eine Handvoll Tamarind in warmem Wasser für einige Zeit einweichen. Danach gut ausdrücken, den Saft filtern und in eine Pfanne geben.

-2-3 EL Chilipulver, 1,5-2 TL Salz, 2-3 TL Kurkuma, rund 1/2 TL Asafoetida beigeben und mit ca. 1 Liter Wasser kochen lassen.

TamarindChiliSauce

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-Der weisse Rettich (ca. 4-6 Stück je nach Grösse) in Rondelle schneiden. In wenig Öl gut dünsten und auf die Seite stellen.

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-In etwas Öl rund 15-20 Knoblauchzehen dünsten.

Knoblauch

-2-3 mittelgrosse klein geschnittene Zwiebeln dazugeben und andünsten.

-Einige Curryblätter zugeben.

-1 grobgeschnittene Tomate dazugeben und andünsten.

-Der Rettich dazugeben und alles zusammen gut vermischen.

Radish beifugen

-Die gekochte Tamarind-Chilisauce beigeben und das Ganze rund 20 Minuten kochen lassen.

-In wenig Öl 1 TL gesplitteter Urad Dhal, 1 TL Senfkörner und 1TL Kumin (Kümmel) frittieren bis die Senfsamen springen und dem Curry beigeben.

-Mit Korianderblätter abschmecken und mit Reis servieren. Guten Appetit!

Radish kara kuzhambu