Strassenhunde in Indien

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Meine persönliche Einschätzung:

Ich habe ein grosses Herz für die Strassenhunde Indiens. Zwei haben das Glückslos gezogen und dürfen nun als Familienmitglieder bei uns leben. Unsere Simba haben wir aus einem Strassenhund-Projekt adoptiert. Ihre Mutter wurde von einem Auto überfahren. Bei unseren Runden durchs Quartier spielte sie immer mit einer süßen Hündin, die einen kleinen schwarzen Welpen hatte. Als die Mutter vergiftet wurde, nahmen wir den Welpen auf. Züttu und Simba sind ein tolles Team und eine enge Freundschaft verbindet die beiden.

Simba und Zuettu
Unsere Hundemädels Simba und Züttu

In unserem Quartier kenne ich praktisch jeden Strassenhund. Ich habe mir auf den Spaziergängen mit Simba und Züttu auch für alle passende Namen ausgedacht.

Alle 6 Monate kommen einige Welpen dazu und andere verschwinden. Doch viele kenne ich schon über mehrere Jahre. Auf unsere Runde, die ein Kilometer lang ist, treffe ich ungefähr auf 18-25 Hunde. Ich lebe jetzt über 10 Jahre in diesem Land und ich habe noch nie einen wirklich aggressiven Hund erlebt. Klar gibt es Kläffer, die lautstark bellen, wenn ich mit unseren Ladies vorbeikomme, aber nach 5 Metern ist dann wieder gut. Viele Anwohner sind den Hunden wohlgesinnt und versorgen sie mit Essensresten. Manche Hunde werden quasi adoptiert, das heißt, sie bekommen ein Halsband und werden mehr oder weniger mit Essen versorgt. Auch die schlechte Abfallentsorgung bietet den Hunden Nahrung.

Die 3 Schlappohren
Die drei Schlappohren sind inzwischen junge Teenager und leben in unserer Strasse. Sie sind sehr zutraulich.

Die meisten Inderinnen und Inder haben Angst vor Hunden. Es gibt zwar viele, die sich in den Städten als Prestige oder aus Sicherheitsgründen Rassetiere kaufen, aber leider haben die wenigsten eine Ahnung von Hunden, geschweige denn von Hundeerziehung. Über Schläge werden die reinrassigen Tiere dann von „ausgebildeten“ Hundetrainern erzogen oder eben auch nicht.

Kinder und Frauen schreien oft in hoher Tonlage und rennen weg, wenn ein Hund zu nahe kommt. Dass solche Reaktionen den Jagdtrieb im Hund anspricht, wissen die wenigsten. Oft werden die Hunde auch mit Steinen beworfen oder mit Stöcken geschlagen. Mit gezielter Aufklärung könnten viele Hundebisse vermieden werden.

Zahlen und Fakten:

Wer eine Reise nach Indien macht, wird viele Strassenhunde antreffen. Rund 35 Millionen Streuner leben auf dem Subkontinent.

Milchtrinkende Welpen

Auf den ersten Blick wirkt diese Zahl enorm hoch, aber wenn man ihnen 1.339 Milliarden Menschen (2017) gegenüberstellt, relativiert sich dies sehr.

Immer wieder liest man von schrecklichen Hundeattacken, denen vor allem Kinder zum Opfer fallen. Auch werden jährlich rund 1.75 Millionen Menschen gebissen. Trotz staatlichen Impf- und Sterilisationskampagnen ist in Indien die Tollwut immer noch aktiv. Pro Jahr gibt es ungefähr 18‘000 – 20‘000 Fälle von Tollwut. Auch Affen können Tollwut übertragen. Allein in Delhi wurden 2015 in den ersten 11 Monaten 1800 Affenbisse verzeichnet.

Affen und Hunde
Hunde und Affen spielen zusammen auf der Insel Elephanta

Pariah Dogs:

Die Strassenhunde Indiens, auch Pariah Dogs genannt, sind ursprünglich verwandt mit dem australischen Dingo, dem israelischen Cannan-Hund, dem singenden Hund aus New Guinea und auch der zentral-afrikanische Dorfhund gehört zu seinen Vorfahren. Der Pariah Hund hat sich durch natürliche Auslese und ohne menschliche Intervention entwickelt. Das Ergebnis ist ein sehr robuster, wachsamer, eigenständiger Hund, der sich sehr an seine Umgebung und das Klima angepasst hat. Die Hunde gelten als intelligent und sie sind gute Wachhunde.

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Die Versäumnisse der Regierung und oft traurige Realitäten:

Der Staat hat in seinen Animal Birth Control-Programm strikte Regeln festgelegt, wie und welche Hunde gefangen werden dürfen, um sie zu sterilisieren und zu impfen.

Hunde unter 6 Monaten, trächtige Hündinnen und Tiere, die unter ansteckenden Krankheiten leiden, dürfen nicht gefangen werden. Nach dem Eingriff müssen die Tiere wieder dort freigelassen werden, wo sie gefangen wurden.

In den meisten Städten nimmt man es mit diesen Regeln jedoch nicht genau und die Regierung tut zu wenig, um die Hundepopulation zu kontrollieren und zu impfen. Oft werden gefangene Hunde umgesiedelt und in anderen Stadtteilen freigelassen. Für die Hunde eine schwierige Situation. Sie verlieren ihr Rudel und müssen sich geschwächt von der Operation in einem neuen Rudel zurechtfinden und behaupten. Auch die Futterquellen, die ein Hund vorher genau kannte, sind plötzlich weg. Es drohen Hunger und Krankheit.

Die Angst vor Bissen und Tollwut führt leider immer wieder dazu, dass Anwohner das Recht in die eigenen Hände nehmen. Manche stören sich auch am nächtlichen Gebell und fühlen sich lärmgeplagt. So verschwinden viele Tiere und man weiß nicht, was mit ihnen passiert ist.

Nach Angaben von Tierschützern verschwanden 2018 Hunderte von Hunden und nur wenige konnten wiedergefunden werden. Viele Anwohner kennen „ihre“ Hunde genau. Manchmal bekommen sie auch ein Halsband, damit der Hundefänger sie nicht mitnimmt. So haben auch Streuner durchaus ihre Menschen, die sie mit Essensresten versorgen.

Verschwinden Hunde einfach so, dann kann man davon ausgehen, dass Anwohner die Initiative ergriffen haben, die Hunde zu entfernen.

Oft sind die Tiere nicht krank und sie haben auch niemanden gebissen. Illegale Hundefänger, die rein gar nichts mit den offiziellen Behörden zu tun haben, werden beauftragt und die Hunde sind weg. In Bangalore wurden illegale Hundefänger erwischt. Mit einem falschen Logo der offizellen Stellen getarnt, haben sie Hunde eingefangen, geschlachtet und das Fleisch an Lokale außerhalb der Stadt verhökert.

Auch werden Tiere einfach eigenmächtig vergiftet. So wurden beispielsweise im Oktober 2018 in einem Stadtteil von Hyderabad 50 Hunde vergiftet. Die Hunde sind qualvoll gestorben und hatten alle Schaum vor dem Mund.

Tierschutz:

In den Städten werden Tierschützer immer aktiver. Hier in Chennai ist Blue Cross am bekanntesten.

Sie nehmen kranke und verletzte Tiere auf und eilen auch zu Hilfe, wenn ein Tier in Not geraten ist. Suriyan und ich haben dort längere Zeit freiwillig mitgeholfen. Während der großen Chennai-Flut 2015 haben sie viele Tiere vor dem Ertrinken gerettet. Hunde und Katzen können adoptiert werden.

Umgang mit Strassenhunden als Tourist:

Sofort stellt sich natürlich die Frage der Tollwut-Impfung. Ich persönlich bin nicht gegen Tollwut geimpft. Da ich in einer Großstadt mit einer guten medizinischen Versorgung lebe, ist dies auch nicht zwingend nötig. Bei einem Hunde- oder Affenbiss muss man mit und ohne Impfung sowieso zum Arzt. Der einzige Unterschied ist, dass man mit einer Impfung etwas mehr Zeit hat.

Dies zu wissen, gibt vielen etwas Sicherheit, vor allem wenn man plant abseits der großen Städte zu reisen. Wer Hunden und Affen gegenüber ängstlich ist, dem würde ich eine Impfung ans Herz legen. Menschen, die Angst haben, verhalten sich oft falsch und haben leider die höhere Wahrscheinlichkeit gebissen zu werden.

Wie verhalte ich mich bei aggressiven Tieren?

Wenn Hunde oder auch Affen aggressiv werden, sollte man den Blickkontakt meiden, ruhig bleiben und weitergehen. Hektische Bewegungen, weglaufen und schreien, wecken den Jagdtrieb und sollten auf jeden Fall vermieden werden.

Viele Hunde haben mit Menschen schlechte Erfahrungen gemacht und sind daher im Umgang sehr ängstlich und scheu.

Fühlt man sich extrem bedroht, kann man auch so tun, als ob man einen Stein vom Boden aufnimmt und diesen wirft.

Vorsicht ist in der Nacht geboten. Die Rudel verteidigen ihre Reviere und Schlafplätze in der Nacht. Da kann es als Fußgänger oder auch als Motorradfahrer sehr ungemütlich werden. Solche Situationen sollte man vermeiden und sich ein Taxi oder eine Riksha leisten. Wenn es gar nicht anders geht, unbedingt einen Stock mitnehmen.

Strassenhund mit Schlange
Strassenhunde sind durchaus auch gute Jäger. Hier habe ich nicht schlecht gestaunt, als ich die Beute sah.

 

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Masala Dosai – ich liebe es!

 

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Ich glaube, bei einer Schweizerin kann man mit Kartoffeln nichts falsch machen. So ist es auf jeden Fall bei mir. Kartoffeln in jeder Form sind immer willkommen. Sind sie zusätzlich mit einem leckeren Dosai umhüllt, schwebe ich auf Wolke 7! Masala Dosai gehört eindeutig zu meinen Favoriten in der südindischen Küche.

Gerne teile ich mit euch mein Rezept:

Zutaten:

3-4 gekochte Kartoffeln in Stücke geschnitten
2-3 Zwiebeln längs geschnitten
1-2 grüne Chilis klein geschnitten
1 kleines Stück Ingwer klein geschnitten
1-3 rote getrocknete Chilis in Stücke
Einige Curryblätter
¼ TL Senfsamen
¼ TL Kumin (Kreuzkümmel)
¼ gesplitteter Urad-Dhal
Einige Prisen Asafötida (Hing)
½ TL Kurkuma
Salz
Rund 1 TL Urad-Dhal ganz
Rund 1 TL Bengal-Dhal
Eventuell grüne Erbsen
Eventuell frischer Koriander zum Abschmecken
Eventuell etwas Butter oder Ghee (geklärte Butter)

Zubereitung:

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1. 3-4 Kartoffeln kochen und auf die Seite stellen.

2. Etwas Öl in die Pfanne geben. Wenn es heiß ist, ¼ TL Senfsamen, ¼ TL Kumin und ¼ TL gesplitteter Urad-Dhal zugeben und frittieren bis die Senfsamen springen.

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3. Die roten Chilis 1TL Bengal-Dhal und 1 TL Urad-Dhal zugeben.

Urad Dhal und Bengal Dhal zugegen

4. Den Ingwer, die grünen Chilis und die Curryblätter dazugeben.

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5. Die geschnittenen Zwiebeln und eventuell die grünen Erbsen dazugeben.

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6. Wenn die Zwiebeln weich geworden sind, die Kartoffeln dazugeben. Mit Salz, Kurkuma und eventuell etwas Hing würzen, mischen und danach die Kartoffeln mit einer Gabel leicht zerdrücken. Ein wenig Wasser dazugeben und das Ganze kurz köcheln lassen. Manche geben am Schluss noch ein Stück Butter oder Ghee hinzu.

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Die Kartoffel-Füllung in die Mitte vom Dosai geben, zuklappen und servieren.
Dazu passen diverse Chutneys oder Sambar.

Einen guten Appetit!

Masala Dosai

Das Rezept für Sambar findest du hier:

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2019/01/10/sambar-die-gemuese-sauce-in-der-tamilischen-kueche/

Rezepte für Chutneys:

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2018/11/21/erdnuss-chutney/

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2019/07/08/tomaten-chutney/

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2019/01/19/kokosnuss-chutney/

Dosai- Teig selber machen:

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2019/03/29/homemade-idly-oder-dosai-teig/

Bohnen-Gemüse – Beans Poriyal

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Grüne Bohnen mag ich, egal wie sie gekocht sind, eigentlich immer. Nur mit den Dörrbohnen, die meine Mutter manchmal im Winter gekocht hatte, konnte ich mich nie anfreunden. Auch hier in Indien mag ich Bohnen-Gemüse sehr.

Hier unser Rezept für Bohnen-Poriyal:

Zutaten:

  • 1-2 Zwiebeln klein geschnitten
  • 1-2 grüne Chilis klein geschnitten und halbiert
  • 1 fingergrosses Stück Ingwer klein geschnitten
  • ¼ kg grüne Bohnen klein geschnitten
  • ½ Tasse Bengal-Dhal gekocht oder frische Kokosraspeln
  • Salz
  • ½ TL Kurkuma (Gelbwurz)
  • ½ TL Senfsamen
  • ½ TL Kumin (Kreuzkümmel)
  • ½ TL kleiner gesplitteter Urad-Dhal
  • Etwas Öl
  • Einige Curryblätter
  • Ev. Frische Korianderblätter

 

Zubereitung:

1. Im Dampfkochtopf 1/2 Tasse Bengal-Dhal kochen und auf die Seite stellen.

2. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und ½ TL Senfsamen, ½ TL Kumin und ½ TL kleiner gesplitteter Urad-Dhal frittieren bis die Senfsamen springen.

Senfsamen, Kumin und kleiner Dhal zugeben

3. Die Zwiebeln, die grünen Chilis, den Ingwer und einige Curryblätter dazugeben und andämpfen.

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4. Die Bohnen kurz mitdämpfen, genügend Salz und rund ½ TL Kurkuma dazugeben.

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5. Wenig Wasser dazugeben und die Bohnen rund 10-15 Minuten köcheln lassen bis das Wasser verdunstet ist.

6. Den gekochten Bengal-Dhal dazugeben und mit frischen Korianderblättern garnieren. Anstelle des Bengal-Dhals können auch frische Kokosraspel verwendet werden.

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Einen guten Appetit!

 

Der große Ärger als Auslandschweizerin

Schweizerflagge

Am Montag habe ich wieder mal per Online-Banking meine Konten bei der Postfinance gecheckt. Da ist mir plötzlich aufgefallen, dass da pro Monat neu 5 Franken abgezogen werden. „Was soll das jetzt?“, frage ich mich.

Die Schweizer Banken und Finanzinstitute sind am Geld von Auslandschweizer schon lange nicht mehr interessiert. Da werden so horrende monatliche Gebühren verrechnet, dass die meisten ihre Konten sofort aufgelöst haben. So ist es auch mir ergangen. Für das Jugendsparkonto unseres Sohnes bei der Raiffeisenbank hätte ich pro Monat 40 Franken Spesen bezahlen sollen. Die Postfinance war für die Auslandschweizer die beste Alternative. Ein Konto in der Schweiz wollte ich unbedingt behalten. Erstens ist es praktisch, wenn man auf Heimatbesuch ist und zweitens gibt es doch eine gewisse Sicherheit.

Anfangs verzichtete die Postfinance auf zusätzliche Gebühren, aber das ist nun schon länger vorbei. Da ich im Ausland lebe, bezahle ich monatlich 25 Franken Kontogebühren. Für die maximal 2-4 Briefe, die mir die Postfinance jährlich zuschickt, ein absolut überrissener Betrag. Da ich schon so hohe Spesen bezahle, ging ich zuerst von einem Fehler aus und rief gestern bei der Postfinance an, um Gewissheit zu bekommen. „Nein, das ist korrekt. Die 5 Franken sind für die Kontoführung!“ Neu also 30 Franken pro Monat – als ich aufs Jahr aufrechne, trifft mich fast der Schlag. 360 Franken! Nein, das bin ich echt nicht bereit zu bezahlen.

Da kann man meinen Ersparnissen ja beim Schrumpfen zusehen. Das Depositokonto mit eingeschränkten Bezugsmöglichkeiten ist spesenfrei und so werde ich darauf ausweichen und mein Konto auflösen.

Doch nicht nur die Schweizer Banken machen mich ärgerlich. Nein, auch die Schweizer Regierung! Ich bekam mein Abstimmungsmaterial oft zu spät, um es pünktlich zur Zählung zurückschicken zu können. Wie erfreut war ich, als ich plötzlich online wählen und meine Schweizerbürgerpflicht wieder richtig wahrnehmen konnte. Doch auch damit ist wieder Schluss und nur noch die briefliche Abstimmung zulässig.

Anfangs Juli hat Suriyan das neunte Schuljahr angefangen und langsam geht es darum, sich Gedanken um die berufliche Zukunft zu machen. Da es sehr wahrscheinlich ist, dass er nach der 12. Klasse in der Schweiz studieren wird, wollte ich bei der Berufsberatung nachfragen, ob sie auch Auslandschweizer beraten. Die Antwort per Mail kam prompt: „Ja, wir beraten auch Auslandschweizer im Alter von 15 bis 25 Jahren. Die Beratung ist kostenpflichtig.“ Ich weiß noch nicht, wie viel ich da bezahlen darf, aber ich kann mir die 100er Note pro Stunde schon bildlich vorstellen.

Das alles fühlt sich nicht gut an und Ärger macht sich in mir breit. Ich habe zwar den beliebten roten Schweizerpass, aber behandelt werde ich zunehmend wie eine Ausländerin.

PS: Meine Vorstellung von einem Hunderter pro Stunde für eine Berufsberatung wäre noch preisgünstig gewesen! Es sind 130 Franken!

Upma – schnell gekocht und lecker

Upma setzt sich zusammen aus dem Tamilischen Uppu (Salz) und Maavu (Mehl). Das schnelle Gericht wird als Frühstück oder auch als Nachtessen gekocht. Da es wirklich schnell zubereitet ist, kommt es bei mir oft auf den Tisch.

upma zutaten

Zutaten:

  • 1 Tasse Semolina (Sooji, Rawa, Hartweizegriess)
  • ½ TL Senfkörner
  • ½ TL Kumin (Kreuzkümmel)
  • Etwas Urad-Dhal oder Bengal-Dhal
  • Ev. einige Erdnüsse
  • Ev. Asafötida
  • 1 fingergrosses Stück Ingwer klein geschnitten
  • 1 Zwiebel klein geschnitten
  • 1-3 grüne Chilis klein geschnitten
  • Einige Curryblätter
  • 1 Tomate klein geschnitten
  • Ev. Erbsen

Zubereitung:

  1. Eine Tasse Hartweizengriess in einer Bratpfanne kurz anrösten und zur Seite stellen. (Wenn ich hier in Indien Double roasted Sooji kaufe, fällt dieser Schritt weg)


2. Etwas Öl in die Pfanne geben und ½ TL Senfkörner, ½ TL Kumin und etwas Urad- oder Bengal-Dhal kurz frittieren. Ev. zwei Prisen Asafötida dazugeben. Wer mag, kann auch noch einige Erdnüsse dazugeben.

Senfkoerner und co

3. Den Ingwer, die grünen Chilis, die Zwiebel und die Curryblätter dazugeben und andämpfen.

Ingwer und CO zugeben

4. Die Tomate und ev. einige Erbsen dazugeben und dämpfen.

5. Rund 2 ½ Tassen Wasser dazugeben, salzen und rund 5 Minuten leicht köcheln lassen, sodass die Tomaten und Erbsen gekocht sind.

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6. Den Hartweizengriess langsam einrühren, kurz aufkochen lassen, zudecken und die Temperatur auf die Mittelstufe zurückstellen. Nach rund 3 Minuten abstellen. Kurze Zeit ziehenlassen und servieren.

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Upma passt gut zu diversen Chutneys und Sambar. Mein Mann mag es auch mit einer Banane und etwas Zucker.

Guten Appetit!

Upma fertig

Das Sambar Rezept findest du hier:

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2019/01/10/sambar-die-gemuese-sauce-in-der-tamilischen-kueche/

Diverse Chutneys findest du hier:

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2019/07/08/tomaten-chutney/

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2018/11/21/erdnuss-chutney/

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2019/01/19/kokosnuss-chutney/

Kanchipuram – alle wollen Lord Athi Varadar sehen

Menschenmassen

Incredible India – ja, so ist es tatsächlich! Auch nach über zehn Jahren in diesem Land bringt mich Indien immer wieder zum Staunen.

In Kanchipuram durfte Lord Athi Varadar (Avatar Vishnus) nach 40 Jahren im Tempelteich wieder einmal an die frische Luft. Dieses große Ereignis bringt mehrere Hunderttausend Gläubige aus ganz Indien in den Varadaraja Perumal Tempel. Um einen kurzen Blick auf die Gottheit zu werfen, nehmen die Menschen vieles in Kauf. Barfuß stehen sie für viele Stunden fünf Kilometer lang in der heißen Sonne. Ein Carrom-Kollege von Prabhu hat dies tatsächlich auf sich genommen und meinte im Nachhinein, dass dies ein grosser Fehler war. Seine Fußsohlen waren voller Brandblasen und mehr als einen kurzen Blick konnte er nicht erhaschen.

Der Legende nach hatten Gott Brahma und seine Frau Saraswati einen Streit. Scheinbar vergaß Brahma, seine Liebste zu einer wichtigen Feuerzeremonie einzuladen. Darauf wurde die Göttin so wütend, dass die den Fluss anschwellen ließ, um die heiligen Feuer zu löschen. Brahma bat Lord Vishnu zu Hilfe und dieser legte sich als Athi Varadar in die Fluten und stoppte das Wasser.

Ursprünglich wurde die Götterstatue wohl im Tempelteich versenkt, um sie vor der Zerstörung durch islamische Eroberer zu bewahren. Die Leute glauben, dass das heilige Wasser vom Varadaraja Perumal Tempel unglaubliche Kräfte besitzt.

Vom 1. Juli bis zum 18. August darf die Gottheit an die Erdoberfläche. Da sie nur alle 40 Jahre für 45 Tage aus den Tempelteich geholt wird, ist ein Darshan von Lord Athi Varadar im Leben eines Menschen ein einmaliges Erlebnis. Nur wer ein hohes Alter erreicht, könnte es theoretisch zweimal schaffen.

Irgendwie wäre es verlockend, dies selbst zu erleben, aber wenn ich an die riesigen Menschenmassen, die brennende Sonne und die Brandblasen an den Fußsohlen denke, da schaue ich mir das Ganze doch lieber im Fernseher an.

Eier-Dosai

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Meine indische Familie ist strikt vegetarisch. Ich habe damit kein Problem, denn ich lebte bereits bevor ich meinen Liebsten kennenlernte, lange Jahre ohne Fleisch.

Nur bei den Eiern sind wir nicht auf der gleichen Wellenlänge. Unser Sohn und ich mögen nämlich ab und zu ein Hühnerei. Solange die Eier in Biskuits oder Kuchen versteckt sind, stört sich auch mein Mann nicht daran. Meine Schwiegereltern hingegen essen gar keine Eier und finden dies eklig. Unter dem Motto, „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß,“ verstecke ich die Eier immer etwas, wenn ich sie in unsere Wohnung in den ersten Stock trage.

Mit dem Kochen ist es bei uns nicht einfach. Mein Mann mag fast ausschließlich nur südindisches Essen und unser Sohnemann steht praktisch nur auf Continental Food. Ich hingegen bin essenstechnisch eine unkomplizierte Frohnatur, d. h. ich bin glücklich, wenn es etwas zu essen gibt.

Suriyan mäkelt meistens, wenn es südindisches Essen gibt. Jetzt habe ich aber etwas gefunden, das auch ihm schmeckt. Eier-Dosai!

Hier mein Rezept:

Zutaten:

  • Dosai-Teig
  • Zwiebeln
  • Eier
  • Salz
  • Tomaten-Chutney oder Tomatensauce
  • Ev. Frischer Koriander

Zubereitung:

  1. Eine Zwiebel klein schneiden und mit einem aufgeschlagenen Ei und wenig Salz vermengen.

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2. Den Dosai-Teig in einer heißen, geölten und flachen Pfanne mit einer Kelle kreisförmig ausbreiten. Ich mache die Dosai immer auf der höchsten Temperaturstufe. Wenn sich leicht hellbraune Stellen zeigen, 1 – 2 EL Tomaten-Chutney oder die Tomatensauce darauf verteilen.

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3. Danach das verquirlte Ei mit den Zwiebeln auf dem Dosai verteilen. Die Temperatur leicht zurückstellen und warten bis das Ei etwas fest wird. Wer mag, kann auch noch etwas frischen Koriander darüber streuen.

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4. Das Dosai sorgfältig auf die andere Seite wenden und kurz anbraten.

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5. Mit Sambar oder Chutney servieren.

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Einen guten Appetit!

Das Rezept für Tomaten-Chutney findest du hier:

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2019/07/08/tomaten-chutney/

Das Rezept für Dosai-Teig:

https://meinlebeninindiendotblog.wordpress.com/2019/03/29/homemade-idly-oder-dosai-teig/